Der problemaufriss meines vortrags mit dem titel:
Herrschaft und macht - der begriff: anerkennen.
Hegel's dictum: anerkannt sein wollen, und das anerkennen des je anderen als der_andere, ad personam.
Wenn Hegel's these zutreffend ist, die philosophie sei "ihre Zeit in
Gedanken erfasst"(RPh.,vorrede), dann ist Hegel's begriff: anerkannt
sein (wollen), der fokus jeder global wirksamen dialektik von herr und
knecht(Phän.d.G, B/IV/A). Ich akzentuiere die differenz zwischen dem
anerkennen(aktiv) des individuums als ich und dem anerkannt sein
wollen(passiv) des genossen. Die beiden formen des anerkennens sind
notwendig vermittelt, einerseits im genossen andererseits im individuum
als ich, real in ihrer sozialen beziehung, demonstriert mit der methode
des trialektischen modus. Wenn das individuum als ich autonom ist, dann
muss es dem genossen diese autonomie in der gleichen weise zugestehen.
Beide müssen ihre soziale beziehung so organisieren, dass der genosse
und das individuum als ich, den je anderen ad personam als
der_andere(lies: der andere mit unterstrich) anerkennen. Scheitert
diese anerkennung durch die anwendung von gewalt, dann ist die soziale
beziehung zerbrochen, weil der anwender von gewalt dem je anderen die
anerkennung als der_andere verneint. Er hat als der_andere sich selbst
als das ich entmächtigt, sich selbst degradierend zu einer sache,
das_andere seiend. Heute ist es nicht die freiheit, die das soziale
miteinander bestimmt, es ist die gewalt, das schibboleth der macht.
Die skizze des geplanten vortrags:
Einleitend expliziere Ich als struktur jeder sozialen beziehung
zwischen dem individuum als ich und seinem genossen das problem:
herrschaft und macht im horizont der herr/knecht-dialektik Hegel's.
Im hauptteil beschreibe Ich, auf meine kritik der Hegel'schen
herr/knecht-dialektik zurückblickend, die struktur des prinzips:
anerkennung des anderen als der_andere. Die stichworte sind: die
autonomie des ich, die differenz zwischen anerkennen und anerkannt
sein, die gleichrangigkeit von genosse und individuum als ich, der
ausschlusses von gewalt.
Als schluss eine bemerkung zur aktuellen weltlage und die notwendigkeit
der utopie, das prinzip: adaad_a, zu denken, um es im moment der
gelebten gegenwart zu realisieren.