Schwarz - weiss.
Das bi-polare denken und die methode des trialektischen modus.
Es sind konventionen, wenn in dichotomien, partes pro toto, von schwarz/weiss oder hell/dunkel geredet wird
(a). Das, was für sich eindeutig sein kann, das ist in bezug auf das je andere zweideutig und diffus
(b).
Eine dichotomie ist einerseits ein widerspruch, der nicht_vereinbares
miteinander verknüpft, andererseits markiert die dichotomie die
endpunkte einer gedachten linie, so die unterscheidung: anfang/ende,
die zwischen den endpunkten: ende und anfang, einen weiten raum öffnet,
in dem jede zwischenstufe denkbar ist. Mit den dichotomischen formeln
fixiert das individuum als ich, sein genosse eingeschlossen, die
bi-polare struktur seines denkens, das das entweder/oder einerseits
zuzulassen scheint(=logik) und das andererseits das sowohl als
auch(=ontik) einschliessend ausschliesst.
Vertraut ist die gegenüberstellung: schwarz/weiss,
ein reden, dessen fundament die metaphysik von sein und
nichtsein(=sein/nichts) ist. Auf der argumentebene der begriffe, das
individuum als ich fixiert auf das sein als das ganze, ist im
ontologischen argument die notwendige entgegensetzung ein widerspruch,
einerseits das nichts, die daseienden weltdinge(=die teile)
andererseits. Dieser widerspruch kann nicht aufgelöst werden
(c).
Das ist auf der argumentebene der phänomene anders, weil in raum und
zeit zwei dinge der welt benannt sind, die, bezeichnet mit den termini:
sein und nichts, den raum und die zeit öffnen und die, die dasseienden
weltdinge als die teile im ganzen verortend, als dasseiende weltdinge
für sich dem individuum als ich und seinem genossen real zur hand sind.
Mit diesen vorstellungen vom nichts und vom sein sind grenzlinien
markiert, zwischen denen das individuum als ich und sein genosse die
vorstellungen entfalten können, die, im relationalen argument mit dem
terminus: welt, bezeichnet, einerseits im forum internum imaginiert
werden und andererseits auf dem forum publicum als reale dinge der welt
gegenwärtig sind, weil die logik des bi-polaren denkens, fixiert in
zwei momenten, immer ein "dazwischen" ausweist, das implizit das dritte
moment ist, pars pro toto, die gegenüberstellung: geburt/tod, mit dem
leben dazwischen
(d).
In diesem sinn weist das bi-polare denken drei
elemente aus. In seiner abstrakten form wiederholt und ausgemalt in
einem realen bild, enthält das bi-polare argument drei punkte: "a, b
und c", punkte, die, auf einer linie angeordnet, nicht identisch fallen
können.
bild: 101

.
in der variante diese form:
bild 102

.
Das modell der linie mit den drei punkten: "a, b und
c", respektive: "(-1)---(0)---(+1)" die
struktur des bi-polaren denkens markierend, scheint dem schema des
trialektischen modus gleich zu sein
(e),
prima vista, secunda vista aber kann eine gleichsetzung nicht der fall
sein, weil die begründung des modells: linie(=bi-polares denken), eine
andere ist als die begründung des modells: trialektische modus, eine
differenz, die einerseits die gleichsetzung der beiden modelle
ausschliesst, andererseits aber den blick öffnet auf ein problem, das
im bi-polaren denken ohne unerlaubte zusätze nicht auflösbar ist und
dessen auflösung mit dem schema des trialektischen modus dargestellt
werden kann, ohne eine bestimmte auflösung als abschliessend
verbindlich vorzugeben.
Das modell des bi-polaren denkens zwischen den
extrempunkten: a und c oszilliert um einen imaginären punkt: 0, der mit
der gefundenen lösung: b, transitorisch den punkt: 0, quert, ohne in
ihm zum schliessenden stillstand zu kommen
(f).
Der punk: b, die vermittlung zwischen den punkten: a und c(=-1/+1),
repräsentierend, ist im gesamten zwischenraum von a bis c verortbar,
immer um den imaginären punkt: 0, kreisend. Insofern ist der punkt: b,
in seinem erscheinen relativ, einerseits im blick auf die punkte: a und
c, andererseits im blick auf den imaginären punkt: 0,
(g).
bild: 105

.
Das modell: trialektische modus, verknüpft drei
momente: "a, b und c", in drei relationen, die nicht identisch fallen
können. Jede der drei relationen ist im je ausgeschlossenen dritten
moment als diese relation bestimmt und als keine andere.
graphik: 001,
(h)

.
In der funktion der vermittlung ist jedes der drei
momente: "a, b und c", das je bestimmende dritte moment, mit dem
festgelegt ist, was der sinn der gegenüberliegenden relation sein soll,
ohne selbst ein moment der bestimmten relation zu sein. Das wird
deutlich, wenn im moment: a, das individuum als ich in der funktion des
vermittlers eingesetzt ist und in den momenten: b und c, das
gegensatzpaar: weiss und schwarz eingesetzt wird. Das individuum als
ich, autonom bestimmt, setzt im moment seiner gelebten gegenwart
entweder
die relation: individuum_als_ich<==|==>schwarz,
(i)
oder
die relation: individuum_als_ich<==|==>weiss.
Mit diesen setzungen in raum und zeit ist die dritte
relation: weiss<==|==>schwarz, gesetzt, mit dem individuum als
ich in der funktion der vermittlung:
graphik: 002.

,
(j).
Das, was das weisse ist(=ontik), das weiss das
individuum als ich im horizont des ausgeschlossenen dritten moments:
schwarz, nicht anders das schwarze(=ontik) im horizont des
ausgeschlossenen dritten moments: weiss, und was in ihrer bestimmung
die umstrittene relation: schwarz<==|==>weiss, ist, das ist
bestimmt im ausgeschlossenen dritten moment: das individuum als ich,
das in seiner erfahrung das gesamte spektrum des lichts umfasst, in dem
es mal diesen und mal jenen ort im spektrum des lichts einnehmen kann,
der im bi-polaren denken mal mehr zur einen oder mal mehr zur anderen
seite wandert, ohne die extrempunkte: weiss(=licht) und
schwarz(=nicht_licht),
(k) erreichen zu können.
Im trialektischen modus ist das individuum als ich,
das subjekt der bestimmungen seiend, als moment im schema festgestellt.
Die benennung des subjekts ist in der struktur des bi-polaren denkens
nicht der fall, aber, wenn jeder fall, fall für fall, diskutiert wird,
dann ist ad libitum ein subjekt eingesetzt, das notwendig jeden fall
des bi-polaren denkens als subjektiv in seiner auflösung erscheinen
lässt, diese subjektivität des denkens verschleiernd. Das denken in
gegensätzen muss im rationalen diskurs das subjekt benennen, das in der
bi-polarität des denkens sein argument erkennbar macht. Diese
transparenz wird mit der methode: der trialektische modus, geschaffen.
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(a)
die liste der dichotomischen formeln
ist lang. Es genügt, wenn ein bezug plausibel denkbar ist, zwei dinge
der welt miteinander zu verbinden, weltdinge, die zueinander sowohl
eine verknüpfung als auch eine trennung markieren. In der abarbeitung
der liste beschränke Ich mich auf die benannten formeln.
(a) <==//
(b)
die formeln: weiss/schwarz und
hell/dunkel, weisen sich in ihrer form, so scheint es, als
relationsbegriffe aus(01). Das ist falsch; denn die begriffe: "weiss
und schwarz, oder hell und dunkel", haben als klassenbegriffe je eigene
differencia specifica, die, eingebunden in die bi-polare struktur des
dichotomischen denkens, jeden begriff als klassenbegriff ausweisen, die
plausible möglichkeit eines relationsbegriffes ausschliessend.
-------
(01)
INDEX/register //==>stichworte: relationsbegriff, klassenbegriff.
(b) <==//
(c)
gesetzt, der widerspruch wäre logisch
auflösbar, dann ist die auflösung als resultat des auflösenden denkakts
kein widerspruch; denn über das, was das resultat der negation ist,
kann nichts prädiziert werden, und wenn das individuum als ich mit
seinem genossen dennoch etwas über das negierte aussagen wollen, dann
ist dieses reden schlicht gegenstandslos - ad libitum.
(c) <==//
(d)
so impliziert der anfang und das
ende(=ziel) den weg. Nicht alle geläufigen formeln weisen eindeutig auf
das vermittelnde dritte moment hin, aber mit weiteren überlegungen kann
diese lücke geschlossen werden. Pars pro toto: schwarz(=kein licht) und
weiss(=licht), dazwischen das weite spektrum der spektralfarben, mit
einem prismaglas sichtbar gemacht.
(d) <==//
(e)
die extrempunkte der linie: a und c, mit dem punkt: b, als vermittlung dazwischen, können als dreieck dargestellt werden,
als linie
bild: 101 (wiederholung)

,
als dreieck
bild: 103

.
Das so entstandene dreieck kann, wenn die eckpunkte des dreiecks auf
einer kreislinie angeordnet sind, mit dem schema des trialektischen
modus gleichgesetzt werden, prima vista, secunda vista ist das falsch.
bild: 004

.
(e) <==//
(f)
der stillstand im punkt: 0, ist der tod des wanderers. Diese metaphysik ist hier nicht zu erörtern(01).
------
(01) //==>
INDEX/register //==> stichwort: stillstand_der_dialektik.
(f) <==//
(g)
drei varianten der perspektiven sind möglich:
==> (a)---(b')---(0),
==> (0)---(b'')---(c),
==> (c)---(0)---(a).
(g) <==//
(h)
äquivalent(01) ist die fassung:
graphik: 001a

.
----
(01) aufgrund der gleichrangigkeit der momente: "a, b und c, ist die reihung der momente nicht festgelegt.
(h) <==//
(i)
das relationszeichen: <==|==> , lies: relationiert abhängig.
(i) <==//
(j)
der gedanke erweitert. In den momenten:
"a, b und c", können die dinge der welt: "anfang, weg und ende(=ziel)",
eingesetzt werden:
graphik: 003

.
-
In jedem moment: "anfang, weg und ende(=ziel)", kann das individuum als
ich eingesetzt werden, jeweils die perspektive des individuums als ich
auf die dinge der welt markierend. Drei schemata sind möglich, die
nicht identisch fallen können:
graphiken:
003a,
graphik: 003b,

,

,
graphik: 003c

.
-
Wenn die drei graphiken: 003a-003c, übereinander gelegt werden, dann
ist ein bild geschaffen, das das individuum als ich im fokus zeigt:
bild: 006

.
(j) <==//
(k)
die unterscheidung:
negation/verneinung(=ontik/logik), ist strikt zu beachten. Der
unterstrich muss gelesen werden (lies: nicht licht mit
unterstrich).
(k) <==//
finis