Das problem ist alt,
real als schatten des philosophischen denkens der tradition. Seit
Aristoteles ist die metaphysik das pendant der physik. Es ist die
bestimmung des individuums als ich und seines genossen
(a), dass sie, jeder für sich, denken müssen, was die dinge der welt sind, sich selbst als ein ding der welt einschliessend
(b).
Das denken aus dem ganzen ist real ein denken in den
teilen, dieses denken in den teilen ist verortet im denken des ganzen.
Der satz, logisch möglich, ist umkehrbar: das denken in den teilen ist
real ein denken aus dem ganzen, dieses denken aus dem ganzen ist
verortet im denken der teile. Die ontik als das pendant der logik,
nicht anders die logik als das pendant der ontik, sind dann real, wenn
das individuum als ich, das vermittelnde moment, seine vorstellung von
dem imaginiert und denkt, was die teile sind, die in der summe das
ganze sein sollen
(c). Diese
vorstellungen von den dingen der welt, die das individuum als ich, der
genosse eingeschlossen, in seiner existenz denkt, sind teile des
ganzen, dinge der welt, die in ihrer summe das ganze sein müssen. Es
ist die welt, die das individuums als ich mit dem genossen teilt. Auf
diese vorstellung von ihrer welt, die das ganze ist, haben das
individuum als ich und sein genosse zwei perspektiven verfügbar, in
denen sie die dinge der welt wahrnehmen und denken, denken und
wahrnehmen
(d). Das ist auf
der einen seite die perspektive des ganzen, auf der anderen seite die
perspektive der teile, fixiert einerseits im relationalen argument,
andererseits im ontologischen argument. In seinem denken, real im
moment der gelebten gegenwart, realisiert das individuum als ich, der
genosse eingeschlossen, simultan
(e)
die beiden möglichen perspektiven auf die dinge der welt, entweder auf
die welt als das ganze oder auf die welt in den teilen. Das
ontologische argument ist die perspektive des ganzen, das relationale
argument ist die perspektive der teile.
In ihrer struktur sind das ontologische und das
relationale argument geschlossene systeme, die als phänomene in raum
und zeit gehändelt werden als offene systeme. Einerseits muss das
individuum als ich, sein genosse eingeschlossenn, erkennen, dass das
ontologische argument oder das relationale argument ihre funktion als
begriff nur dann leisten können, wenn sie das relationale argument und
das ontologische argument, jedes für sich, als ein geschlossenes system
händeln, dem weder etwas entzogen, noch etwas hinzugefügt werden kann,
andererseits wissen sie, dass als phänomen das ontologische argument
und das relationale argument in raum und zeit offene systeme sind, die,
explizit kenntlich gemacht, elemente des je anderen arguments enthalten
können
(f), eine beobachtung,
die die klarheit der argumente trübt. Das ist kein mangel der argumente
für sich, sondern eine konsequenz, die der genosse und das individuums
als ich in ihrer erfahrung mit den dingen der welt in raum und zeit
machen und erkennen, dass die logik des geschlossenen systems die
absolut schliessende antwort als nicht_möglich ausschliesst.
Für sich sind das ontologische argument und das
relationale argument wahr, aber, es sind argumente, die im moment der
gelebten gegenwart, wenn sie gedacht werden, mit der frage konfrontiert
sind, ob das argument, gedacht im moment der gelebten gegenwart, auch
richtig sei. Diese frage, jeder fall für sich, ist weder mit dem
relationalen argument noch mit dem ontologischen argument entscheidbar,
weil die antwort auf die frage ein argument voraussetzt, das nicht teil
des arguments sein kann. Das individuum als ich und sein genosse, jeder
für sich mit absoluter bindung gegen sich selbst, entscheiden sich
autonom für das relationale argument oder das ontologische argument -
tertium non datur, wissend, dass ihre entscheidung für das ontologische
argument oder das relationale argument real nur im horizont des je
anderen arguments sein kann, das entweder in der relation:
individuum_als_ich/genosse<==|==>ontologische_argument, oder in
der relation:
individuum_als_ich/genosse<==|==>relationale_argument, als das
dritte moment ausgeschlossen ist
(g).
Das individuum als ich, der genosse eingeschlossen, muss sich
entscheiden, ob es oder er das ding der welt: n, in der perspektive des
ontologischen arguments oder in der perspektive des relationalen
arguments beurteilen will
(h).
Pragmatisch verwenden sie in ihrem kalkül beide perspektiven, im moment
der gelebten gegenwart aber kann es nur die eine oder die andere
perspektive sein. In raum und zeit, in den differenten momenten der
gelebten gegenwart differente situationen schaffend, koexistieren die
beiden perspektiven: die teile und das ganze. Das individuum als ich
und sein genosse, jeder für sich ad personam, müssen sich entscheiden,
autonom, welche perspektive sie als für sich leitend ansehen
wollen.
Ich habe mich für das relationale argument entschieden.
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(a)
die these, dass das denken die
bestimmung des individuums als ich sei, ist in gleicher weise
problematisch, wie die these, dass das schicksal des individuums als
ich das denken sein müsse. Diese thesen, präsent als
fundamentalaussage, setzen als bedingung eine andere behauptung voraus,
die als absolut gründender grund nicht erweisbar ist, als verkapptes
postulat aber gehändelt werden kann, nämlich die aussage, dass nur der
gattung: homo sapiens, die fähigkeit zukommen könne zu denken. Die
frage, ob andere lebewesen, tiere und pflanzen, denken können, ist
mangels eines kommunikationscode nicht entscheidbar. Konsens ist, dass
pflanzen und tiere analoge nervensysteme ausweisen, deren feststellbare
reaktionen als denken gedeutet werden können.
(a)<==//
(b)
diese these ist der kern des begriffs:
relationale argument, ein apodiktischer individualismus(01), den Ich
mit dem urteil: Ich bin, markiere(02). Nur dann ist das wahrnehmen der
weltdinge und das denken dieser weltdinge möglich, wenn das individuum
als ich, gegründet in seiner autonomie, sich selbst als existent
begreift. Das ist der punkt an der grenze seiner welt(03), die das
individuum als ich nicht überschreiten kann. Seine individualität als
das individuum, das das ich ist, ist der ausgangspunkt, vom aus das
individuum als ich, der genosse eingeschlossen, alles erschliessen
kann, was das individuum als ich und sein genosse als ihre welt fassen
können.
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(01)
dieser individualismus ist strikt zu
unterscheiden von dem, was mit dem terminus: egoismus, erfasst werden
kann. Die moderne welt ist vollgestellt mit phänomenen, die das
individuum als ich, der genosse eingeschlossen, auf den konsumenten
verkürzt haben - ich konsumiere, also bin ich.
(02) Richter,Ulrich: Fragment des monats. Ich bin - das genügt. sign.:
(048) fdm/24.048/ 12/2024.
(03)
im relationalen argument immer markiert mit dem zeichen: welt||NATUR,(*1).
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(*1) lies: welt absolute grenzen natur in versalien.
(b)<==//
(c)
der traditionale begriff: sein, pars
pro toto, Heidegger's begriff: sein(=das SEYN), ist in der tradition
des denkens vielschichtig definiert worden, begriffe, die als phänomene
umstritten sind. Es ist plausibel, wenn der traditionale seinsbegriff
als die summe der daseienden dinge interpretiert wird, analog dem
begriff: system,(01). Das geschlossene system umfasst alle elemente,
keines kann fehlen noch eins dazu kommen. Nicht anders ist die
vorstellung des seins zu beurteilen, d'accord mit dem relationalen
argument, dass das sein alles daseiende umfassen muss.
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(01) //==>
INDEX/register //==> stichworte: sein und system.
(c)<==//
(d)
die differenz: wahrnehmen und denken,
ist strikt zu beachten, auch dann, wenn in raum und zeit, das denken
und das wahrnehmen und das wahrnehmen und das denken der weltdinge
immer als gleichrangig erfahren werden und im prozess des erkennens als
gleichrangig bestimmt sind. Ohne die wahrnehmung des weltdinges in raum
und zeit, ist der begriff leer, ohne das denken sind die wahrgenommenen
weltdinge als phänomene nicht unterscheidbar. Das fundament des
wissens, von Kant gelegt(01), sollte nicht ignoriert werden.
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(01)
das sind die abschnitte:
transzendentale ästhetik und transzendentale logik, in der Kritik der
reinen Vernunft. In: Kant,Immanuel. Werke in zwölf Bänden. Frankfurt am
Main: 1968. Bd.III. p.67-106.
(d)<==//
(e)
der terminus: simultan, und als
gegensatz der terminus: synchron, sind problematisch, weil im moment
der gelebten gegenwart der begriff und die phänomene different
gehändelt werden(01). Als begriff kann nur das eine oder das andere
sein, als phänomene aber sind beide begriffe in raum und zeit möglich.
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(01)
die termini: synchron und simultan,
werden gemeinhin mit dem terminus: gleichzeitig, gleichgesetzt. Das ist
falsch, weil der terminus: gleichzeitig, als begriff nicht mit dem
begriff: identisch mit sich, gleichgesetzt werden kann. Vielmehr zielt
der terminus: gleichzeitig, ab auf eine differenz, in der die dinge der
welt voneinander unterschieden erscheinen. Mit dem terminus: simultan,
wird markiert, dass zwei differente ereignisse im raum existent sind,
verortet in einen punkt auf der zeitskala, der terminus: synchron,
zielt ab auf zwei ereignisse in der zeit, fixiert in einem punkt im
raum .
(e)<==//
(f)
als phänomene sind das ontologische
argument und das relationale argument nur als offene systeme denkbar
und werden im philosophischen diskurs so auch instrumentalisiert. In
der realität des denkens sind keine reinen formen im sinn eines
geschlossenen systems möglich, es sind immer mischformen, mit denen der
genosse und das individuum als ich die dinge ihrer welt besorgen. Das
geschlossene system kann als projektion zwar gedacht werden, aber es
wird in raum und zeit nicht realisiert, weil in jedem neuen moment der
gelebten gegenwart eine andere situation die realität ist.
(f)<==//
(g)
der gedanke im trialektischen modus gefasst und in einer graphik wiederholt.
Die momente:
1.moment: das individuum als ich oder der genosse,
2.moment: das ontologische argument,
3.moment: das relationale argument.
Die relationen:
1.rel.: individuum_als_ich/genosse<==|==>ontologische_argument,
2.rel.: individuum_als_ich/genosse<==|==>relationale_argument,
3.rel.: ontologische_argument<==|==>relationale_argument.
In der realität sind das zwei differente situationen:
graphik: 001 (individuum als
ich)
// graphik 002: genosse

//

.
Sowohl der genosse als auch das individuum als ich setzen ihre
relationen zu den momenten: ontologische argument und relationale
argument. Das problem ist die 3. relation:
ontologische_argument<==|==>relationale_argument, die im
dialektischen widerstreit in der sozialen beziehung zwischen dem
genossen und dem individuum als ich, der relation:
individuum_als_ich<==>genosse, beurteilt und bewertet wird.
graphik: 003

.
Das problem in seiner komplexität habe Ich andernorts an einem anderen objekt erörtert(01).
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(01)
Richter,Ulrich: Ist das (noch) kunst? -
Das objekt, das ästhetische urteil und der trialektische modus als
methode. 047:aesthetics. argument: 2.4. bild: 006.
(g)<==//
(h)
der gedanke in einer graphik wiederholt.
Die momente:
1.moment: das individuum als ich oder der genosse.
2.moment: das ding der welt: n,
3.moment: ontologische argument oder relationale argument.
Die relationen:
1.rel.: individuum_als_ich/genosse<==|==>ding_der_welt:_n,
2.rel.: individuum_als_ich/genosse<==|==>ont.argument/rel.argument,
3.rel.: ding_der_welt:_n<==|==>ont.argument/rel.argument.
graphik: 004

graphik: 005

.
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Zusatz.
Die graphiken: 004 und 005, markieren zusammen vier situationen, die
nicht identisch fallen. Die komplexität der situationen wird hier nicht
weiter erörtert. Siehe auch anm.:
g/(01).
(h)<==//