Anhang

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notiz: die dateien sind im layout noch nicht fertig, folgen etwas später.

Der entwurf zum projekt(englische fassung):

Ist das (noch) kunst? - Das objekt, das ästhetische urteil und die methode: der trialektische modus.
Die darstellung der struktur des notwendigen streits über das, was ein kunstwerk sein soll.

Das objekt ist da Vinci's gemälde: Mona Lisa, gegenwärtig in drei objekten:

    1. das gemälde selbst(einschliesslich der kopien),
    2. ein werbeplakat mit einer Frau und einem objekt in der hand, dargestellt im stil des berühmten gemäldes,
    3. das produkt einer KI-maschine, die ein bild kreiert hat, das die Mona Lisa zeigt, die ein glas in der hand hält.
         (die bilder zeigen)

    Die drei objekte sind dadurch ausgezeichnet, dass sie in der perspektive ihrer betrachter zueinander in einer konkurrenzbeziehung stehen, erkannt einerseits als kunstwerke, andererseits als gemeine weltdinge verworfen. Es dürfte konsens darüber bestehen, dass da Vinci's Mona Lisa im Louvre ein kunstwerk ist. Heftig umstritten ist dagegen das von einem graphiker geschaffene werbeplakat, als blickfang ein model mit dem beworbenen objekt im stil der Mona Lisa. Neu ist das mittels der KI-technik produzierte abbild der Mona Lisa, aus traditionalen bildelementen von der maschine zusammengesetzt. Die moderne hat probleme geschaffen, auf die eine abschliessende antwort im streit: kunstwerk oder nicht?, nicht möglich ist.

    Die probleme sind gebündelt im ästhetischen urteil, dass das individuum als ich und sein genossen fassen müssen, wenn sie sich entscheiden sollen, wie sie die drei objekte als kunstwerke oder nicht wahrnehmen und denken, vergleichbar in ihrem sujet, aber different in den möglichen perspektiven. Es gibt kein maass, mit dem das ästhetische urteil determiniert werden kann als absolut gültig(a). Allein das individuum als ich, sein genosse eingeschlossen, kann, aus seinem individuellen impuls schöpfend, in jedem moment der gelebten gegenwart festlegen, was für es absolut gültig ist.

    Mit den methoden der wissenschaften kann die struktur des diskurses über die frage: kunstwerk - ja/nein?, dargestellt werden, mit denen das individuum als ich und sein genosse entscheiden können, absolut verbindlich gegen sich selbst, jeder für sich, ob und wie sie die drei objekte einschätzen und klassifizieren wollen, entweder als das kunstwerk: n(=Mona Lisa/da Vinci), oder als das instrument der werbung oder als das produkt der KI. Das, was prima vista eindeutig zu sein erscheint, das ist secunda vista immer zwei- und mehrdeutig. Qua konvention ist die Mona Lisa im Louvre ein kunstwerk, die kopie davon nicht. Das werbeplakat kann kunst sein, so Toulouse-Lautrec's entwürfe zu den plakaten eines kabaretts. Das produkt der KI-maschine hat, offen oder verdeckt, das individuum als ich zu seinem subjekt, das die KI-maschine programmiert hat(b).

    Im fokus steht die methode: der trialektische modus, mit der kenntlich gemacht werden kann, was der horizont der argumente ist, in dem alle, die es betrifft, ihre gründe pro oder contra darlegen. Die methode gibt keine antwort darauf, was das objekt in seinem sosein ist, sei's als blosses objekt, sei's als kunstwerk. Jede mögliche antwort ist darauf beschränkt zu klären, was die bedingungen für das ästhetische urteil sind, die als kriterien gültig sein sollen zu entscheiden, was ein kunstwerk ist oder nicht. Jeder diskurs in raum und zeit weist differente situationen aus, die nicht identisch fallen. Es ist allein das individuum als ich, sein genosse eingeschlossen, das, sich autonom selbst bindend, entscheidet, welches ding der welt es als kunstwerk händeln will, ohne den genossen an sein urteil binden zu können, nicht anders sein genosse, der, sich selbst absolut gebunden habend, argumente geltend macht, mit denen er sein abweichendes urteil begründet, das nur ein gegensatz sein kann.

    Mit dieser feststellung ist einerseits geklärt, welches ding der welt als ein kunstwerk gehändelt werden soll und welche dinge der welt blosse weltdinge sind, anderseits ist das problem der frage: kunstwerk - ja/nein, von der argumentebene der ästhetik auf die argumentebene der ethik verschoben worden, weil sowohl der genosse als auch das individuum als ich sich darüber einigen müssen, wie sie mit ihren gegensätzlichen urteilen pragmatisch umgehen wollen. Auflösbar ist der faktische dissens in einem kompromiss, der das prinzip: anerkennung des anderen als der_andere, zur bedingung hat.

    Mit diesem ausblick, sind die probleme benannt, die die gliederung des essays festgelegen:

    1.   die struktur des vergleichs: die drei objekte.
    2.    
die definition des kunstwerks, gültig im relationalen argument(c). Das kriterium ist das ästhetische urteil, das nur das   individuum als ich formulieren kann.
    3.   die grundzüge der methode: trialektische modus.
    4.  
die gründe, die das individuum als ich veranlassen können, ein ding der welt als kunstwerk zu erkennen oder zu verwerfen.
    5.   die beschreibung der möglichen bestimmung scenarios(=situationen), die denkbar sind und auch real.
    6.  
die streitschlichtung als kompromiss, der den streit in einer zwischenlösung schlichtet. Die pragmatische schlichtung, von allen, die es betrifft, anerkannt, ist einerseits das ende eines streits und der ausgangspunkt eines neuen, eines anderen streits.

    Die gliederung:

    1             einleitung.
    1.1          der vergleich der drei objekte.
    1.2    
das problem des fehlenden maasses, mit dem die stritigen positionen entschieden werden können(metaphysik: ontologische/relationale argument).
    2             hauptteil
    2.1         das ästhetische urteil.
    2.2         die methode: der trialektische modus(exkurs).
    2.3         das tableau der gründe(individuelle impuls/autonomie).
    2.4         die beschreibung der scenarien.
    2.4.1        die soziale beziehung zwischen dem individuum als ich und seinem genossen
    2.4.2        die dialektik der gründe.
    2.4.3        das resumee(einschätzung der drei objekte)
    3            schluss
    3.1         das problem der ethik.
    3.2         das prinzip: adaad_a.
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(a)
gegen die these, dass dem kw ein sein (an sich) zukommt. Ein ding der welt ist erst dann ein kw, wenn ein individuum als ich sein ästhetisches urteil formuliert hat.   (a)<==//  
(b)     es ist die logik der KI, dass der mensch als schöpfer des produkt ausscheiden soll.   (b)<==//  
(c)     die abgrenzung zum ontologischen argument in der anmerkung erläutern.    (c)<==//  
finis
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<==// anfang

eingestellt: 26.06.01
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