Es mag den leser
verwundern, wenn Ich den titel des vorangegangen textes in der rubrik:
meinung des bürgers, wieder aufgreife
(a).
Dafür habe Ich einen plausiblen grund. Der neutrale beobachter der
politischen szene in der Bundesrepublik Deutschland muss das gefühl
haben, als drehen sich die damen/herren: politiker, nur noch um sich
selbst. Das bestimmende moment in der erfahrung mit der gefühlten
politik ist, dass die damen/herren: politiker, das aus dem blick
verloren zu haben scheinen, was der gegenstand ihres mandats ist,
nämlich der vertreter des ganzen volkes zu sein
(b).
Die aufgabe und pflicht der mandatierten ist, im namen des volkes die
arbeiten zu erledigen, die für das funktionieren des staates und der
gesellschaft erforderlich sind. Ich habe den eindruck, dass die elite
in Deutschland, und dazu zählen sich ja die damen/herren: politiker,
jedweder couleur, lernunfähig sind, nicht_fähig, die zeichen der zeit
positiv aufzugreifen, um die realen probleme in der gesellschaft einer
lösung zuzuführen, die dem allgemeinen wohl verpflichtet ist und nicht
dem partikularen interesse der gerade vertretenen klientel.
Die damen/herren: politiker, egal ob mittig
platziert oder extrem, sind sich in den klagen über den zustand der
gesellschaft einig, nämlich, dass gefahr im verzug sei, entweder das
volk werde zugrunde gehen oder die demokratie. Die tag für tag
verlautbarten meinungen sind diffus und Ich kann nicht mehr erkennen,
mit welchen konkreten maassnahmen die damen/herren: politiker, die
akuten probleme in der gesellschaft
(c)
bewältigen wollen, die mit einer vernünfigen(=rationalen) politik
gehändelt werden müssen, mit augenmass in der realen situation und mit
einem sinn für das praktische. Es wird blooss noch geredet, aber nicht
gehandelt.
Die nüchterne analyse der realität zeigt, dass in
der gesellschaft reformen des gesellschaftlichen miteinanders notwendig
sind, die, wenn die gesellschaft nicht auseinanderbrechen soll und in
die teile sich vereinzelt, realisiert werden müssen, weil die
konsequenz des nicht_handelns der zerfall jeder ordnung ist, gezeichnet
von einer ubiquitären gewalt. Zwar wird von den notwendigen reformen
landauf landab geredet, aber der impuls ist ausständig, das notwendige
auch zu tun. Dafür verzettelt man sich im täglichen politikbetrieb mit
vielen kurzfristig wirkenden reformvorschlägen, die wie ein
flickteppich remedur signalisieren, die probleme aber auf dauer nur
verschärfen werden
(d). Die
strukturen der gesellschaften, lokal wie global, sind einer
fundierenden revision zu unterziehen, wenn die menschen des
21.jahrhunderts ihren kindern und enkeln im 22.jahrhundert eine welt
übergeben wollen, in der die enkel und ihre nachkommen noch leben
können. Im fokus steht das klima des planeten: erde, auf das alle
probleme in den gesellschaften ausgerichtet sind. Wenn die menschen es
nicht schaffen, ihre wünsche an das leben der bedingung ihrer existenz,
gesetzt von der natur, anzupassen, dann wird die prognose vom ende der
menschheit realität werden
(e). Das ist der horizont, in dem jede debatte um die notwendigen reformen in den gesellschaften geführt wird
(f).
Man mag einwenden, dass zumindest in Deutschland und
auch in Europa diese debatten bereits im gang sind. Aus der kakophonie
der schlagwörter greife Ich zwei termini
(g)
auf, die mir in den debatten symptomatisch zu sein scheinen, einerseits
der terminus: energiewende, und andererseits der terminus: resilienz
(h).
1. die energiewende.
Die notwendigen
reformen in der gesellschaft, partes pro toto, die steuerreform, die
rentenreform, die gesundheitsreformen und die angleichung der
lebensverhältnisse(=die aufhebung der spaltung: arm/reich), sind
gegründet in der energiewende, das soll heissen, dass das gelingen der
diskutierten reformvorschläge davon abhängig ist, ob und wie der
übergang von den fossilen energieträgern hin zu den quellen der stets
erneuerbaren sonnenenergie gelingt. Die reale vorstellung, dass der
lebensstandard der westlichen kulturen für alle zurückgefahren werden
muss, ist nicht vermittelbar, weil jeder, davon betroffen, zu recht
einwendet, warum er es sein müsse, der verzicht leisten soll, wenn der
andere offensichtlich die beute davon tragen kann. Das programm der
energiewende, unabdingbar im horizont der erderwärmung verortet, muss
sozial kompatibel für alle gestaltet werden und dazu ist es notwendig,
den menschen klarzumachen, dass, partes pro toto, das glück in der welt
nicht der besitz eines SUV mit 300km/h sein kann oder, dass die
vergoldeten wände im Weißen Haus das schibboleth des glücks sind, in
denen der narzist seine komplexe spiegelt
(i).
Das glück liegt auch im kleinen, wenn der schluck wasser aus der quelle
genossen werden kann. Das glück des individuums als ich ist geteilt mit
dem genossen, vermittelt in den dingen der welt, die notwendig sind,
die eigne existenz zu sichern. Da kann weniger mehr sein
(j).
2. die resilienz.
Der terminus:
resilienz, hat erst seit ca.10 jahren hochkonjunktur und bedeutet, dass
die menschen sich selbst widerstandsfähiger machen sollen gegen die
bedrängnisse aus natur und kultur
(k). Einerseits ist eindeutig erkennbar, dass die "besseren tage" geschichte sein werden, aber das, was als verlust erscheint
(l),
das kann in anderer form ein gewinn sein. Zwar erscheint das alte
vertrauter zu sein als das neue, aber das neue, wenn es genossen wurde,
kann das bessere sein. Auf diesen versuch kommt es an. Im begriff:
resilienz, sind die kriterien aufgelistet, die zu berücksichtigen sind,
wenn die debatten um die reformen geführt werden, reformen, die
zumindest die bessere welt versprechen. Diese überlegung schliesst aus,
dass die gebotenen reformen auf die umstrittenen interessen des tages
begrenzt werden, weil es notwendig ist auch die interessen mit
einzubeziehen, die fern in der zukunft zu liegen scheinen. Das
individuum als ich und sein genosse, sich selbst ertüchtigt habend,
zeigen dann auf die vorstellungen, projektionen in die zukunft, die in
der anströmenden zeit bilder sind und ideen, die als maasstab für die
ordnung in der gesellschaft im moment der gelebten gegenwart wirksam
sind.
Das feld der reformen ist weit gesteckt und nur wenige maximen
(m) sind erforderlich, wenn die akteure, die bürger und die damen/herren: politiker, auf dem weg
(n) der reformen gute ergebnisse erreichen wollen. Eine der möglichen maximen ist das utopische denken
(o),
das im horizont der facta der vergangenheit die bilder einer möglichen
welt imaginiert und die modelle entwirft, die eine bessere welt sein
sollen als jedes bisher bekannte modell der realen welt, fixiert in den
dokumenten der historia. Es ist notwendig, dass die damen/herren:
politiker, modelle der welt entwerfen, in der jedes individuum als ich
die chance hat, mit dem genossen seine welt zu gestalten, ohne der welt
des genossen abbruch zu tun
(p). Wie diese modelle der guten welt ausgestaltet sein sollen, das lasse Ich hier offen
(q), aber Ich verweise auf die logik der utopischen bilder, um falsche hoffnungen nicht zu nähren.
Der utopie wird allgemein vorgeworfen, sie entwerfe
luftschlösser, die in der rauhen realität des moments der gelebten
gegenwart zerplatzen. Das bild ist falsch. Zwar ist die beobachtung
zutreffend, dass alle bisher gedachten utopien den realitätstest nicht
überstanden haben und als falsche versprechen ausgewiesen sind, aber
das ist nur die eine seite einer historisch nachgewiesenen utopie. Die
andere seite der utopie ist, real in den dokumenten der historia, dass
die utopie als maasstab instrumentalisiert werden kann, vorgestellt in
dem bild der besseren welt, das im moment der gelebten gegenwart
konfrontiert ist mit der erlebten realität. Das ist das bild der
utopie, das im moment der gelebten gegenwart als factum der
vergangenheit in diese abgesunken ist, sedimentiert als dokument der
historia, ein mögliches objekt der erinnerung seiend. In der
erinnerung, real im moment der gelebten gegenwart, entstehen die
projektionen in die zukunft, die als kontrastbilder zu den facta der
vergangenheit das bild(=utopie) der besseren welt sein sollen, das,
wenn die zeit des moments der gelebten gegenwart gekommen sein wird,
die realität ist, die etwas anderes ist als das imaginierte bild der
utopie. Das individuum als ich, sein genosse eingeschlossen, können mit
dem bild der zukunft als maasstab abschätzen, was ihre welt im moment
der gelebten gegenwart sein wird, ein factum der vergangenheit werdend.
Diese vorstelung einer schätzung kann das moment des glücks sein,
zumeist ist es die erfahrung des scheiterns, das, ein factum der
vergangenheit seiend, in den dokumenten der historia erinnert präsent
ist.
Zu dieser utopie muss das individuum als ich, sein
genosse eingeschlossen, fähig sein, wenn es, von den genossen
mandatiert, die geschäfte für die gesellschaft, die das ganze ist,
erledigen will. Der genosse und das individuum als ich müssen den mut
haben, die dinge der welt auch anders zu imaginieren, zu denken und zu
wollen. Fehlt es an diesem mut, die gründe sind nachrangig, dann können
weder das individuum als ich noch der genosse die übertragene arbeit
leisten - sie sind an ihrer aufgabe gescheitert, als politiker unfähig,
weil es ihnen an mut gebricht, das groosse zu denken, das sie im
klein/klein der realität verloren haben.
----------
(a)
einem ondit zufolge ist wiederholung
ein mangel an gedanken oder schlechter stil(01). Beides ist falsch. Es
gibt in der politik themen, die immer wieder auf der agenda erscheinen,
und die klarheit eines gedankens erfordert es, dass in seiner
darstellung auf bereits gesagtes zurückgegriffen werden muss, wenn der
gedanke klar kommuniziert werden soll. In diesem sinn kann wiederholung
kein makel sein, sondern, das wiederaufgreifen des gedankens ist
geboten, wenn rational argumentiert werden soll.
---------
(01) //==>
INDEX/register: stichwort: wiederholung.
(a)<==//
(b)
Art.38 I 2 GG statuiert: "Sie ((die
Abgeordneten des Bundestages)) sind Vertreter des ganzen Volkes, an
Aufträge und Weisungen nicht gebunden und nur ihrem Gewissen
unterworfen". Das, was zu beginn der Republik, 1949, ein signal zu
einem aufbruch aus einer bösen zeit in eine bessere welt gewesen war,
das ist, so scheint es heute, 77 jahre später, zu einer beliebigen
floskel verkommen. Die lapidare feststellung der verfassung gilt dem
sinne nach für jeden gewählten Vertreter auch auf landes- und
kommunalebene(01). Die realität zeigt ein anderes bild. Ich habe den
eindruck, dass in groosser zahl die damen/herren: politiker, ihr mandat
mit der tätigkeit eines lobbyisten verwechseln(02), der die interessen
seines auftraggebers promotet(03).
----------
(01)
in seiner logik gilt der art.38 I 2 GG
für jeden gewählten mandatsträger, der als einzelperson die interessen
der wählenden gruppe zu vertreten hat.
(02)
in mehreren essays habe Ich dieses problem thematisiert.
Die liste der texte:
- ==> Die damen/herren politiker - ihr handwerk und die moral.
Aspekte der politischen kultur in der Berliner Republik. (blieb bis
12/2006 stehen). signatur: (08) 07/06 - juli/2006.
- ==> Die politische klasse - korrumpiert und unfähig. (blieb bis 10/2010 stehen). signatur: (15) 01-03 - januar/2010..
- ==> Die damen/herren: politiker, agieren als lobbyisten, das
beschworene gemeinwohl ignorierend. (blieb stehen bis 09/2012).
signatur: (17) 11-12 -november/2011.
- ==> Die damen/herren: politiker, smarte typen - mandatsvergessen. Text und subtext. (blieb bis 02/2016 stehen). signatur: (22) 11/14 -november/2014.
- ==> Die damen/herren: politiker, unfähig, das für notwendig erkannte auch zu tun. signatur: (29) 12/20 - dezember/2021.
- ==> Obiter dictum: über die unfähigkeit, das als notwendig erkannte auch zu tun. (blieb stehen bis 12/2022). signatur: (31) 11/22 - november/2022.
- ==> Die damen/herren: politiker, – unfähig. Eine reflexion
über das verschleuderte vertrauen der bürger und das problem des klimas
auf dem planeten: erde. signatur: mdb:(36)08/25 / august/2025.
(03)
Ich zitiere, pars pro toto, den
Bundesminister a.D.: Dirk-Ekkerhard Niebel(2009-2013), dessen
amtsführung auf mich den eindruck gemacht hatte, dass er als minister
die geschäfte im auftrag dritter führe. Nach auskunft von wikipedia,
ergebnis einer google-suche, ist er seit 2015 als berater für den
rüstungskonzern Rheinmetall tätig.
(b)<==//
(c)
die menschen nehmen das gegenwärtige
weltgeschehen als eine globale krise wahr. Die stichworte sind:
Iran/USA-krieg, Russland/Ukraina-krieg, Israels Gazakrieg, der
bürgerkrieg im Sudan und zahlreiche andere kriegerische konflikte, dann
die klimakrise, die aktuelle energiekrise ..., die liste kann noch
erheblich verlängert werden. Das globale geschehen wird von politikern
dominiert, die alles vertreten, was gerade gehört sein soll, und die es
sogar als chic finden, keine demokraten zu sein, partes pro toto die
typen: "Trump, Putin und Xi". Mit diesen stichworten sind probleme und
streitgegenstände benannt, die die menschen in ihren gemeinschaften
lösen müssen, wenn sie leben wollen. In den medien der digitalen welt
wird geschwätzt, aber im geschrei der medien sind keine
persönlichkeiten erkennbar, denen im öffentlichen diskurs glaubhaft
zugetraut werden könnte, sich im sinn des allgemeinen wohls für die
sorgen und nöten der menschen einzusetzen.
(c)<==//
(d)
pars pro toto die logik der
demographie, die unerbittlich ist, weil der kern der probleme eine
frage des rechenstifts ist. Die weichen für das kalkül von morgen
müssen heute gestellt werden, weil es morgen zu spät sein wird und der
zug im nebel des nichts geendet ist. Für die anderen bereiche der
anstehenden reformen gilt gleiches.
(d)<==//
(e)
das ist keine angedrohte apokaplypse,
sondern nüchtern betrachtete realität. Die menschen von heute sind
emsig damit beschäftigt, die lebensgrundlage ihrer gattung: homo
sapiens, zu zerstören, aber, es ist zu kalkulieren, dass die durch den
menschen veränderte natur dem homo sapiens keinen ort des lebens mehr
bereitstellen wird – war da was gewesen? – es wird keinen vertreter der
gattung: homo sapiens, mehr geben, der von diesem ende wird erzählen
können.
(e)<==//
(f)
die reformdebatte im horizont des
erdklimas sollte nicht auf das enge feld der deutschen debatten,
eingeschlossen Europa, eingeengt werden. Die gesellschaften in allen
regionen der welt sind mit dem gleichen problem konfrontiert, dass die
reformen der anpassung an das sich verändernde weltklima dasselbe
fundament haben. Das fundament ist die lebensweise der europäischen
kultur, praktiziert in den zurückliegenden 500jahren, ein lebensmuster,
das alle lebensweisen der menschen auf diesem planeten durchdrungen
hat(01). Solange diese kultur, der gesteigerte gebrauch von fossilen
energieträgern, auf den kleinen bereich: Europa, begrenzt gewesen war,
konnte die natur die gebrauchten energiemengen in der marge der
toleranz kompensieren, diese grenze aber wurde überschritten, als die
menschen global begannen, das muster der europäischen kultur im
weltmaasstab zu geniessen. Im blick gehalten werden muss, dass dieser
genuss der europäisch geprägten kultur nur einem kleinen teil der
menschen auf dem globus zur verfügung steht. Es genügt, den blick auf
die globale verteilung von armut und reichtum in der welt zu richten.
----------
(01)
es sind nur indizien, aber diese sind
in den dokumenten der historia sedimentiert. Der in der
renaissance(15./16.jahrhundert) entstandene wissensbegriff hat eine
technologie möglich gemacht, die, mit datum der ersten
dampfmaschine(1769), das zeitalter der fossilen energieträger
geschaffen hat. Der hunger der menschen nach energie hat den
mechanismus in bewegung gesetzt, der in der erderwärmung zu einem
problem für den planeten: erde, geworden ist. Dieser hebel muss
umgelegt werden, wenn reformen eine wendung zum besseren bringen sollen.
(f)<==//
(g)
Ich schreibe hier nicht über die
begriffe: energiewende und resilienz, Ich beschreibe auch nicht die
phänomene, die mit diesen begriffen unterschieden werden(01). Ich
verwende die termini nur als marker für zwei konfliktbereiche in der
gesellschaft, die beachtet werden müssen, wenn die reformen, allerorten
gedacht und geplant, realisiert werden.
---------
(01)
zu der unterscheidung: "begriff, phänomen und zeichen(terminus)", andernorts en detail(*1).
--------
(*1) //==>
INDEX/register: stichworte: begriff, phänomen und terminus.
(g)<==//
(h)
der leser mag eine andere priorisierung
der anstehenden probleme präferieren, mir aber geht es nicht darum,
alle einschlägigen problemfelder hier aufzulisten, sondern, der fokus
meines arguments ist die struktur der globalen debatte über die
anstehenden probleme der welt, in der das partikularinteresse über das
gemeinwohl gestellt wird. Das problem ist die relation:
partikulare_interesse<==|==>allgemeine_wohl,(01). In der relation
ist das bestimmende moment, die damen/herren: politiker, als das
ausgeschlossene dritte moment nicht benannt(02).
----------
(01) das relationszeichen: <==|==> , lies: relationiert abhängig.
(02)
der gedanke in einer graphik wiederholt. Die momente sind:
1.moment: die damen/herren: politiker,
2.moment: die partikularen interessen,
3.moment: das allgemeine wohl:
Die relationen:
1.rel.: damen/herren:_politiker<==|==>partikulare_interessen,
2.rel.: damen/herren:_politiker<==|==>allgemeine_wohl,
3.rel.: partikulare_interessen<==|==>allgemeine_wohl.
graphik: 001

.
Die graphik zeigt, dass jedes gesetzte
individualinteresse im horizont des allgemeinen wohls bestimmt ist, als
das dritte moment ausgeschlossen in der relation. Das in einer relation
gesetzte allgemeine wohl ist konkret benannt im horizont der
partikularen interessen, die in der relation als das dritte moment
ausgeschlossen sind. Das problem ist die 3.relation:
partikulare_interessen<==|==>allgemeine_wohl, die im horizont der
damen/herren: politiker, ihre bestimmte ausprägung hat, einerseits real
fixiert in den partikularen interessen der damen/herren: politiker,
andererseits benannt in der berufung auf das allgemeine wohl,
jeder/jede für sich, eine andere situation schaffend.
(h)<==//
(i)
dass der herr: Trump, alles in seiner
reichweite vergoldet, mag als marotte eines narzisten abgetan werden,
der sein selbstwertgefühl nur im spiegel aus gold gesichert wähnt. Es
sollte aber auch gesehen werden, dass in dem gold bei den wenigen die
misere der spaltung von arm und reich gespiegelt ist, die das los der
groosen mehrheit ist.
(i)<==//
(j)
jeder kann, für sich, sich selbst
fragen, was für ihn notwendig ist, um glücklich zu sein, jedoch für den
leib müssen die dinge der welt verfügbar sein und für seinen geist kann
jeder nur für sich selbst sorgen.
(j)<==//
(k)
die idee der resilienz, das sich
wappnen gegen die unbillen und gefahren des moments der gelebten
gegenwart, fordert das individuum als ich, sein genosse eingeschlossen,
heraus, das selbst zu tun, was das ungemach abwendet. Keiner kann sich
mit dem argument entlasten, dass der genosse es sei, der das notwendige
nicht tue, um die lauernden gefahren zu neutralisieren. Die bürger der
republik als das ganze der gesellschaft sind gefordert, jeder für sich,
und die mandatierten damen/herren: politiker, sind verpflichtet das vom
bürger geforderte in praktische politik umzusetzen.
(k)<==//
(l)
dieses argument könnte ein hinweis
sein, warum derzeit die zustimmungsraten für die AfD so hoch sind. Die
voten in den umfragen sind kein protest einer minderheit, sondern das
ist das signal des unmuts breiter bevölkerungsschichten, die sich von
der "Regierung" vernachlässigt fühlen, verstärkt durch die
veränderungen in den sozialen schichten, die in jeder dynamischen
gesellschaft der normalfall sind. Das alte klientel der ehemaligen
volksparteien: SPD und CDU, ist seit der Wiedervereinigung
Deutschlands(1990), zerbröselt und die politiker dieser wahlblöcke
haben es nicht verstanden, ihren wählern ein vertraubares bild einer
neuen welt zu vermitteln. In diese lücke sind die politiker der AfD
eingebrochen. Ihre afinität zu rechten ideologien ist nur der
verstärker ihrer scheinbaren erfolge.
(l)<==//
(m)
maximen sind vorstellungen, nach denen
das individuum als ich und sein genosse handeln wollen. Ich verweise
hier nur auf die phänomene der praxis, ohne die maximen weiter als
begriffe zu erörtern. Das utopische denken ist eine der möglichen
maximen, die auch durch die beobachtung nicht in misskredit gebracht
werden kann, dass bisher keine der bekannten utopien im moment der
gelebten gegenwart realität geworden ist und die facta der
vergangenheit zeigen nur das scheitern jeder utopie an.
(m)<==//
(n)
den begriff: weg, als metapher habe Ich andernorts en detail erörtert(01).
--------
(01) //==>
INDEX/register: stichwort: weg/der.
(n)<==//
(o)
Ich verweise auf die philosophie von Ernst Bloch, das um das utopische denken kreist. Das thematisiere Ich hier nicht(01).
---------
(01) //==>
INDEX/register: stichwort: Bloch,Ernst.
(o)<==//
(p)
Ich erinnere an Kant's formel, was freiheit ist. Kant sagt:
"Niemand kann mich zwingen, auf seine
Art (wie er sich das Wohlsein anderer Menschen dünkt) glücklich zu
sein, sondern ein jeder darf seine Glückseligkeit auf dem Wege suchen,
welcher ihm selbst gut dünkt, wenn er nur der Freiheit anderer, einem
ähnlichen Zwecke nachzustreben, die mit der Freiheit von jedermann nach
einem möglichen allgemeinen Gesetze zusammen bestehen kann, (d.i.
diesem Rechte des anderen) nicht Abbruch tut."(01)
-------
(01)
Kant,Immanuel: Über den Gemeinspruch:
Das mag in der Theorie richtig sein, taugt aber nicht für die Praxis.
in: Werke in zwölf Bänden. Frankfurt am Main: 1969. Bd.XI. p.145.
(p)<==//
(q)
meine intention ist nicht, ein panorama
der notwendigen utopien zu entwerfen, die gedacht werden müssen, wenn
es in der welt besser werden soll. Auf eine utopie jedoch will Ich
verweisen, auch dann, wenn die propaganda das utopische denken als
"linkes denken" verteufelt, das die teufel der moderne als gefahr für
ihre geschäfte fürchten. Das ist die utopie einer gesellschaft, in der
die kluft zwischen arm und reich nicht im imaginierten nullunkt: 0 ,
der nummerischen gleichheit, verschwunden ist, sondern, die utopie ist
das wissen von den ungleichheiten in den dynamischen gesellschaften,
das um den idealen nullpunkt absoluter gleichheit kreist, eingehegt in
einer marge der abweichung, die alle, die es betrifft, akzeptieren
können. Auf die benennung einer zahl will Ich mich nicht einlassen,
aber die statistik hält einen marker bereit, der als anhaltspunkt
genutzt werden kann. Das ist der median. Das problem in der modernen
gesellschaft ist, gefangen im neoliberalen denken, dass die lasten für
arbeit und vermögen(01) falsch verteilt sind. Solange die damen/herren:
politiker, an dieser falschen zuordnung nichts ändern, wird die
diskussion um die gerechtigkeit in der gesellschaft weiter im sumpf der
partikularinteressen versinken. Jedem individuum als ich in einer
gesellschaft, die an den kriterien einer demokratisch geordneten welt
ausgerichtet ist, muss das existenzminimum in der gemeinschaft
zugesichert sein, dessen fixpunkt der median der werte ist, die von
allen, die es betrifft, durch ihre arbeit geschaffen worden sind.
----------
(01)
das ist in der Bundesrepublik
Deutschland krass im steuerrecht ausgeprägt. Die "arbeit" zahlt 42%,
steuern, das "kapital" nur 25% - jeder ökonom weiss, dass es die arbeit
ist, die die werte schafft, nicht der spekulant an der börse, der die
arbeit anderer verprasst.
(q)<==//