Subtext
2.11.001-.003 // 2.21.001-.011
2.11.001
abweichend von der geübten praxis ist
der subtext neu organisiert(a). Der grund sind die fussnoten der
englischen fassung des textes. Der text der englischen fassung ist in
der ausarbeitung der deutschen fassung nicht wesentlich erweitert
worden, einige aspekte des problems aber werden im subtext
ausführlicher dargestellt. Die reihenfolge der argumente im subtext ist
nummerisch und folgt den anmerkungen der englischen version.
Die gliederung des subtextes:
//==> 2.11.001-003 (technische argumente)
//==> 2.21.001-011 (der erweiterte anmerkungsteil)
//==> 2.93.001-004 (register)
------------
(a) //==>
INDEX/register, stichwort: subtext.
2.11.002
Gliederung/text.
- 1. einleitung.
- 1.1
das problem der beurteilung eines dinges der welt als kunstwerk.
- 1.2 das motiv: Mona Lisa, präsent in drei objekten.
- 1.3 die methode, mit der Ich das problem auflösen will.
- 1.4 der plan des essays.
- 2. hauptteil.
- 2.1 das ästhetische urteil.
- 2.1.1 der begriff: ästhetische urteil.
- 2.1.2 die funktion des individuellen impulses.
- 2.2 die methode: der trialektische modus, – ein exkurs.
- 2.2.1 die elemente der methode.
- 2.2.2 die methode und ihre metaphysik.
- 2.3 die beschreibung der scenarien.
- 2.3.1 die
grundstruktur jeder situation, in der erkenntnis über die dinge der
welt, real als kunstwerk, möglich ist.
- 2.3.2 die analyse.
- 2.3.2.1 da Vinci's gemälde: die Mona Lisa.
- 2.3.2.2 das bild der werbung: die Mona Lisa mit der pizza.
- 2.3.2.3 das produkt der KI-maschine: die Mona Lisa mit dem weinglas.
- 2.3.2.4 die ästhetischen urteile in ihren gegensätzen.
- 2.3.2.5 die weltformel.
- 2.3.3 die synthetisierende reflexion.
- 2.4
die soziale beziehung: individuum_als_ich:_A<==>genosse:_B.
- 3. schluss.
- 3.1 das problem der ethik.
- 3.2 das prinzip: anerkennung des anderen als der_andere.
- 3.3
die pragmatik der anerkennung des anderen als der_andere.
(2.11.002)<==//
2.11.003
die übersicht fasst alle anweisungen
zum lesen der zeichen und formeln zusammen, die im relationalen
argument verwendet werden, begrenzt auf diesen text. Die reihung der
beispiele im 2.abschnitt: besondere formeln und zeichen, ist nicht
systematisch.
Nach dem zeichen: //==>lies: , werden die wörter ohne satzzeichen aneinandergereiht.
1. allgemein:
(01) die relationszeichen:
==> <== //==> lies: relationiert einfach, wird einfach relationiert.
<==|==> //==> lies: relationiert abhängig.
<==> //==> lies: relationiert wechselseitig.
(02) der doppelpunkt: ":",:
der doppelpunkt hat eine ordnende
funktion und wird mit dem abschliessenden komma: ",", nicht gelesen.
Die funktion des doppelpunkts gemäss DUDEN bleibt unberührt.
Ebenso so werden die anderen satzzeichen: "komma, punkt, semikolon", in der regel nicht gelesen.
(03)
die zeichen: " ",: die zeichen: " ",
nach dem doppelpunkt und vor dem abschliessendem komma: ",", oder: ".",
werden nicht gelesen, sie fassen nur die wörter als eine einheit
zusammen, die mit einem komma oder doppelpunkt getrennt sind. -
(04)
der unterstrich: _ ,:
der unterstrich: _ , wird nicht gelesen:
1. in der formeln der relationen,
2. in den formeln der stichworte im INDEX (=lexem)
der unterstrich muss gelesen werden, wenn die verknüpften wörter als negation oder als verneinung gebraucht werden:
pars pro toto: nicht_rot/nicht rot. //==>lies: nicht rot mit unterstrich schrägstrich nicht rot.
(05)
die artikel: "der, die, das", werden in den formeln und relationen ad libitum gelesen.
//==> musterbeispiele für das lesen:
1. formel: der begriff: freiheit,
//==>lies: der begriff: (die) freiheit.
2. relation:
//==> einseitig: a==>b , b<==a ,
//==>lies: klein a relationiert einseitig klein b,
//==>lies: klein b wird einseitig relationiert von klein a.
//==> abhängig: die relation: individuum_als_ich<==|==>ding_der_welt:_n
//==>lies: die relation das individuum als ich relationiert abhängig das ding der welt klein n.
//==> wechselseitig:
die relation: individuum_als_ich:_A<==>genosse:_B,
//==> lies: die relation das individuum als
ich groos A relationiert wechselseitig den genossen groos B.
die relation: A<==>B
//==>lies: die relation grooss A relationiert wechselseitig grooss B
(06)
der zusatz in der klammer: das_andere(=sache):
//==>lies: das andere mit unterstrich gleich sache in klammer.
(07)
das lesen der buchstaben: a, b .... z und A, B ... Z:
//==>lies: (die) buchstaben klein a b (bis) klein z.
//==>lies: (die) buchstaben grooss A B (bis) gro0ss Z.
(08)
das lesen des schrägstrich, pars pro toto die formel: ganze/teil:
//==>lies: (das) ganze schrägstrich (die) teile.
====================================================================
2. besondere formeln und zeichen:
(11)
nicht_verfügbar:
//==> lies: nicht verfügbar mit unterstrich.
Zusatz.
Die logische negation wird im relationalen argument mit den zeichen: nicht_ , markiert;
der unterstrich fehlt, wenn die ontische verneinung angezeigt ist: nicht verfügbar.
Die verneinung: nicht rot(=verneinung),
//==> lies: die verneinung nicht rot gleich verneinung in klammer
Die negation: nicht_rot(=negation),
//==> lies: nicht rot mit unterstrich gleich negation in klammer.
(12)
"a<==|==>b, b<==|==>c, c<==|==>a",
//==>lies: klein a relationiert abhängig
klein b klein b relationiert klein c klein c relationiert klein a.
(13)
das_andere/der_andere:
//==>lies: das andere mit unterstrich schrägstrich der andere mit unterstrich.
(14)
individuum als ich: A,:
//==>lies: das individuum als ich grooss A.
(15)
genosse: B,:
//==>lies: der genosse grooss B.
(16)
das individuum als ich, der genosse eingeschlossen:
//==>lies: das individuum als ich der genosse eingeschlossen.
(17)
der begriff: der_andere,:
//==>lies: der begriff der andere mit unterstrich.
(18)
der terminus: natur,:
//==>lies: der terminus natur.
Zusatz.
In bestimmten fällen wird zur eindeutigen kennzeichnung des terminus das wort: kleingeschrieben, hinzugefügt.
(19)
das zeichen: NATUR,;
//==>lies: das zeichen natur in versalien.
(20)
die termini: natur/NATUR,
//==> lies: die termini natur kleingeschrieben schrägstrich NATUR in versalien.
(21)
das zeichen: welt||NATUR:
//==>lies: das zeichen welt absolute grenze NATUR in versalien.
(22)
das prinzip: der andere als der andere:
//==>lies: das prinzip der andere als der andere mit unterstrich.
Zusatz.
Die abkürzung: prinzip: adaad_a.
//==>lies: das prinzip klein a d a a d unterstrich a.
(2.11.003)<==//
==========================================================================================
2.21.001
das übersetzen eines gedankens,
formuliert in der einen sprache und gehändelt in einer anderen sprache,
ist ein philosophisches problem(a). Die trennung zwischen dem begriff,
den phänomenen und den termini ist im relationalen argument strikt zu
beachten. Prima vista ist die übersetzung des gedankens in eine andere
sprache ein problem des terminus, der in den sprachen erkennbar
verschieden ist. Die offensichtliche differenz in den termini der
sprachen berührt weder den bezeichneten begriff, noch die bezeichneten
phänomene, die mit sich identisch sind. Der schöne schein aber ist
trügerisch; denn secunda vista ist jede übersetzung eines terminus in
eine andere sprache verknüpft mit der verschiebung der bedeutung der
termini, die sowohl die phänomene als auch die begriffe in einem
anderen licht erscheinen lassen.
Den deutschen terminus: individuum als ich, habe Ich
in einem ersten versuch(b) mit dem englischen terminus: individual as
subject, übersetzt, aber der englische terminus: subject, möglich ist
auch der terminus: self, haben, scheinbar gleich, jeweils andere
konnotationen als die deutschen termini: ich und das_ich, die auf grund
der orthographie nicht 1:1 ins englische transponiert werden können.
Das zeichen: I (=ich), bezeichnet im englischen nicht das, was im
deutschen mit dem terminus: das ich, ausgedrückt wird, und die korrekte
form: i, ist im englischen nicht gebräuchlich(c). Dem hinweis eines
übersetzungsprogramms folgend(d), habe Ich mich, d'accord mit der logik
der englischen grammatik, dafür entschieden, den speziellen terminus:
individuum als ich, mit dem terminus: individual as me, zu übersetzen.
Die differenz zwischen den begriffen: individuum als ich und
mensch(=individual as me and human being)(e), ist andernorts en detail
erörtert(f).
--------
(a)
das problem wird hier nur angezeigt, aber nicht weiter erörtert, weil das problem nicht der gegenstand dieses textes ist.
(b)
Richter,Ulrich: The dialectic of mind
and matter in the trialectic approach. Another, a new logic of the
cognition process.(2022). www.ur@ur-philosoph.de //==> bibliographie
//==> liste /
039:mind/matter.
(c)
der begrenzende horizont für diese
differenz ist die im relationalen argument gültige unterscheidung:
das_andere/der_andere,(01). Alle dinge der welt, die das_andere sind,
also sachen, müssen in der orthographie(02) klein geschrieben werden,
folglich ist der terminus: i , zu verwenden, dinge der welt aber, die
personen sind, müssen grooss geschrieben werden, folglich kann nur der
terminus: I, korrekt sein. Für das ich selbst ist im englischen das
zeichen: I, allgemeiner brauch, aber dieser brauch ist mit meiner
praxis nicht kompatibel, weil Ich den terminus: Ich, ausschliessend
dann verwende, wenn Ich, der autor dieses textes, spreche und damit
anzeige, dass die äusserung allein meine meinung ist, die nicht die
meinung eines anderen sein kann.
----------
(01)
//==>
INDEX/register, stichworte: das_andere, der_andere und differenz:_das_andere/der_andere..
(02) //==>argument:
2.21.002.
(d)
für die anfertigung der englischen
übersetzung habe Ich die dienste der KI in anspruch genommen. Die
resultate der übersetzungen waren brauchbar, ein factum, das mir die
mühevolle übersetzung mit dem wörterbuch zwar erspart hatte, aber die
notwendige korrektur der vorschläge nicht ersetzen konnte. Gelegentlich
waren die vorschläge der KI-basierten übersetzung sehr phantasievoll,
aber oft neben der sache.
(e)
der terminus: mensch, wird im englischen mit den termini: human being or man, übersetzt.
(f) //==>
INDEX/register, stichworte:
individuum_als_ich und mensch.
(text(01))<==//
2.21.002
die korrekte darstellung eines
relationalen arguments erfordert eine orthographie, die in einigen
punkten von den regeln des DUDEN abweicht:
1.
die trennung: das_andere/der_andere, erfordert eine strikte neuordnung der grooss/kleinschreibung nach DUDEN.
Dinge der welt, die das_andere sind(=sachen), werden ohne ausnahme
klein geschrieben. Dinge der welt, die der_andere sind(=personen),
werden ausnahmslos grooss geschrieben(a).
2.
die besondere verwendung des
doppelpunktes: ":", mit dem abschliessenden komma oder punkt(b). In
dieser verwendung des doppelpunktes haben die zeichen: "" , die
funktion, die eingeschlossenen termini, getrennt durch satzzeichen, als
eine einheit zusammenzufassen(c). Eine weitere funktion der zeichen: ""
, ist, besondere formeln und zeichen zu markieren.
3.
das komma: ",", verwende Ich, neben den
funktionen gemäss DUDEN, auch als zeichen, um im
geschriebenen/gedruckten text die sprecheinheiten zu markieren, die die
logik des satzes kenntlich machen. Meine texte sind so konzipiert, dass
sie gesprochen werden sollten. D'accord, das druckbild mag prima vista
wegen der vielen kommata gewöhnungsbedürftig sein, secunda vista aber
machen sie die abgetrennten specheinheiten in ihrer logik erkennbar.
4.
Der unterstrich: "_", hat im druckbild
die funktion, zwei und mehr termini zu einer einheit zusammenzufassen,
pars pro toto der terminus: individuum_als_ich, in der relation:
individuum_als_ich<==|==>ding_der_welt:_n.
In der regel wird der unterstrich nicht gelesen, der unterstrich
muss aber gelesen werden, wenn ein spezieller terminus gebraucht wird,
pars pro toto der terminus: das_andere, oder wenn die unterscheidung:
verneinung/negation, zu beachten ist, pars pro toto: nicht
rot(=verneinung) und nicht_rot(=negation),(d). Eine weitere
funktion des unterstrichs ist das zusammenfassen von zwei und mehr
wörtern zu einem lexem, pars pro toto, die stichworte in den registern.
---------------
(a)
keine regel ist ohne ausnahme.
Institutionen, wie der Bundestag, werden alternativ grooss/klein
geschrieben, abhängig von der perspektive. Es ist sinnvoll, juristische
personen sowohl klein als auch grooss zu schreiben(01).
------------
(01)
davon ist das verfahren strikt zu
unterscheiden, mit dem bestimmte termini als sonderzeichen ausgewiesen
sind, pars pro toto: natur/NATUR,(*1).
-------
(*1) //==>
INDEX/register, stichwort: natur und NATUR.
(b)
die anderen vorschriften des DUDEN im
gebrauch der satzzeichen: "doppelpunkt, oder komma, oder punkt, oder
semikolon", und der anführungszeichen: "" oder „“, bleiben unberührt.
(c) hinweise zur aussprache: //==>argument:
2.11.003.
(d) //==>
INDEX/register, stichwort: "negation,
verneinung und differenz:_negation/verneinung".
(text(02))<==//
2.21.003
der begriff: zeiterfahrung,
(a) ist der
begrenzende horizont meiner argumente. Die entscheidende idee für den
begriff: zeiterfahrung, ist das wissen, dass die existenz des
individuums als ich, sein genosse eingeschlossen, im moment der
gelebten gegenwart real ist. Das, was das individuum als ich im moment
der gelebten gegenwart real erfährt, das sinkt in die vergangenheit ab
als ein factum der vergangenheit, real in einem dokument der
historia
(b), das das individuum als ich in einem anderen moment seiner
gelebten gegenwart deutend wieder erinnern kann, einerseits als ein
factum der vergangenheit, andererseits präsent in einer projektion in
die zukunft und formuliert real in einer utopie(=mythos). Gefasst in
drei relationen, die nicht identisch fallen können, hat das individuum
als ich im moment seiner gelebten gegenwart entweder das factum der
vergangenheit präsent oder die projektion in die zukunft - tertium non
datur. Das problem der setzungen des individuums als ich, sein genosse
eingeschlossen, ist die relation:
factum_der_vergangenheit<==|==>projektion_in_die_zukunft, die das
setzende individuum als ich zum bestimmenden moment hat, das als das
dritte moment in der relation ausgeschlossen ist
(c).
Der zeitbegriff des relationalen arguments, die
zeiterfahrung, ist mit dem zeitbegriff des ontologischen arguments
nicht vereinbar und strikt von dem zeitbegriff der physik/astrophysik
abzugrenzen
(d).
----------------
(a) //==>
INDEX/register, stichwort: zeiterfahrung.
(a)<==//
(b) //==>
INDEX/register, stichwort: dokument_der_historia.
(b)<==//
(c)
der gedanke in einer graphik
wiederholt. Der ausgangspunkt ist das traditionale schema der zeit:
"gegenwart, vergangenheit und zukunft".
Die momente:
1.moment: gegenwart(=moment_der_gelebten_gegenwart/=real/realität),
2.moment: vergangenheit(=factum_der_vergangenheit).
3.moment: zukunft(=projektion_in_die_zukunft)
(01).
Die relationen:
1.rel.: gegenwart<==|==>vergangenheit,
2.rel.: vergangenheit<==|==>zukunft,
3.rel.: zukunft<==|==>gegenwart.
graphik: 013

.
In jedem moment des schema einsetzbar ist das individuum als ich, das
die perspektiven des individuums als ich auf die phänomene der zeit
markiert. Drei schemata sind möglich:
graphik: 013a,

.
graphik: 013b,

.
graphik: 013c:

.
Die drei schemata zusammengfasst zu einem bild:
bild: 007 (=weltformel)

.
Der gedanken wiederholt,
formuliert mit den termini des relationalen arguments:
bild: 007a

.
------
(01) in den graphiken sind die zusätze zu den momenten weggelassen.
(c)<==//
(d)
Richter,Ulrich: Der begriff:
zeiterfahrung, als vorstellung des individuums als ich im moment seiner
gelebten gegenwart. Die gelebte zeit zwischen dem sein der gemessenen
zeit(Leibniz) und dem nichts der ewigkeit gottes(Augustinus).(2023).
040:zeiterfahrung_II.
(d)<==// (text(03)(15))<==//
2.21.004
im relationalen argument wird strikt unterschieden zwischen einer
graphik oder einem bild, entweder/oder - tertium non datur
(a).
Die graphik
(b) ist die visuelle wiederholung des trialektischen modus
als schema. Weder ist mit der graphik dem argument ein moment
hinzugefügt, noch ist dem argument ein moment entzogen
(c). Das, was
gedanklich mittels der sprache in der zeit formuliert ist, das ist
zusammengefasst für das auge die darstellung des gedankens im raum.
Das bild
(d) ist eine komposition aus diversen elementen, die in raum
und zeit gegensätze sind, gegensätze, die sich einander auch
ausschliessen können
(e). Ich verwende den bildbegriff der tradition.
Im relationalen argument ist es praxis, bestimmte schemata des
trialektischen modus übereinander zu legen und in einem bild
zusammenzufassen, pars pro toto, die graphik:
004,
(f) oder das bild:
007,
(g). In diesen bildern sind die verschiedenen graphiken elemente
des bildes. Werden zwei und mehr graphiken übereinandergelegt, dann ist
das resultat immer ein bild.
------
(a)
auf der argumentebene der phänomene ist die kategorische trennung:
"entweder/oder - tertium non datur", nicht gültig(01). Zu jedem
phänomen gibt es eine alternative (und alternativen) - tertium (e
multum) datur.
--------
(01)
unter den phänomen gibt es situationen, in denen bestimmte
phänomene als gegensätze nicht miteinander kompatibel sind und einander
sich ausschliessen, im jargon wird fahrlässig von widersprüchen
geredet(*1). In der tradition sind es, pars pro toto, die phänomene:
feuer und wasser, die unter normalbedingungen nicht miteinander
zusammen bestehen.
-------
(*1) //==>
INDEX/register, stichworte: gegensatz, widerspruch und differenz:_widerspruch/gegensatz.
(a)<==//
(b) //==>
INDEX/register, stichwort: graphik.
(b)<==//
(c)
in einer graphik sind nur drei momente und drei relationen möglich.
Weder kann ein moment fehlen noch kann ein moment hinzugefügt werden.
In den graphiken haben die zusätze(01) oder die reduktionen(02) allein
eine erläuternde funktion und erweitern nicht das schema.
------
(01)
pars pro toto das zeichen für die absolute grenze: welt||NATUR,(*1).
-----
(*1) lies: welt absolute grenze natur in versalien. //==>argument:
2.11.003, nr.21.
(02) pars pro toto, das weglassen des kreises.
(c)<==//
(d)
//==>
INDEX/register, stichwort: bild.
Zusatz.
Die zahl der möglichen elemente umfasst alle zahlen der zahlenreihe: 1-
(n+1). In diesem sinn sind die monochromen bilder von Yves Klein ein
bild gemäss der tradition, nicht anders die wimmelbilder von Pieter
Bruegel der Ältere, pars pro toto das bild: Die niederländischen Sprichwörter, 1559.
(d)<==//
(e)
pars pro toto die bilder mit dem
gegenstand: das jüngste gericht.
Es ist eine konvention der tradition, dass der teufel und gott(=himmel
und hölle) einander sich ausschliessende gegensätze sind.
(e)<==//
(f)
die graphik: 004, ist im strikten sinn ein bild. Es ist, der
übersicht wegen, eine konvention, in einer zeichnung(=graphik/bild)
eine reihe von graphiken mit diversen momenten zusammenzufassen. Die
momente einer möglichen graphik stehen in einem block und sind im block
mit einem trennstrich(dünne linie) markiert. Das problem dieser
zusammenfassungen ist die synthetisierende reflexion, die die momente al gusto über kreuz verknüpft.
(f)<==//
(g) //==>argument:
2.21.010. (Der begriff: weltformel).
(g)<==// (text(11)(21)(23))<==//
2.21.005
die frage: was ist wahrheit?, ist abschliessend nicht beantwortbar,
weil im horizont des relationalen arguments oder des ontologischen
arguments nicht entscheidbar ist, welche der möglichen antworten die
wahrheit im sinn der frage ist
(a).
Das problem des ontologischen arguments ist, dass die wahrheit,
emaniert dem sein und präsent als das daseiende(=ding der welt),
identifiziert ist mit dem sein
(b), das in raum und zeit nur die
vorstellung eines individuums als ich sein kann, geurteilt im horizont
des relationalen arguments.
Das relationale argument kann das, was die wahrheit sein soll, nur im
moment der gelebten gegenwart in einer relation fassen, die wahr ist.
Entweder die relation ist gesetzt(=wahr) oder die relation ist nicht
gesetzt(=nicht_wahr)
(c). Strikt zu beachten ist die unterscheidung:
ontik/logik,
(d), mit der das problem der wahrheit auf die
unterscheidung: richtig/falsch, verschoben ist, die in raum und zeit
immer einen grund voraussetzt, mit dem entscheidbar ist, ob das
argument richtig ist oder nicht_richtig(=falsch),
(e). In raum und zeit
ist immer entschieden, was richtig ist und was falsch sein muss, weil
in jeder denkbaren situation ein grund benennbar ist
(f), mit dem
entschieden wird, was richtig sein soll, traditional als wahr
gekennzeichnet, und was im sinn der logischen negation falsch sein
muss, also nicht_richtig ist. In diesem sinn ist jede antwort auf die
wahrheitsfrage entschieden
(g), aber mit der einschränkung, dass jede
antwort auf die wahrheitsfrage in raum und zeit das problem weiter
schiebt und die wahrheitsfrage neu aufwirft. Es ist nicht das wissen
des individuums als ich, das darüber entscheidet, was richtig ist und
was falsch sein muss, sondern es ist der glaube des individuums als
ich, der das maass ist, was falsch ist und was richtig sein muss. Der
glaube aber verweist das individuum als ich auf sich selbst zurück, das
in seiner autonomie entscheidet, was es als richtig setzen will oder
was nicht
(h).
--------
(a)
der gedanke in einer graphik wiederholt.
Die momente sind:
1.moment: die wahrheit,
2.moment: das ontologische argument,
3.moment: das relationale argument.
Die relationen:
1.rel.: wahrheit<==|==>ontologische_argument,
2.rel.: ontologische_argument<==|==>relationale_argument,
3.rel.: relationale_argument<==|==>wahrheit.
graphik: 014

.
Der fokus des arguments ist das individuum als ich, das in jedem der
drei positionen für sich eingesetzt werden kann. Drei schemata sind
möglich.
graphik: 014a

,
graphik: 014b

,
graphik: 014c

.
Die drei schemata übereinandergelegt ergeben das
bild: 008

.
Mit seiner frage nach der wahrheit ist das individuum als ich in der
position der wahrheit(=graphik:_014a) konfrontiert mit der relation:
ontologische_argument<==|==>relationale_argument, die es in
seinen relationen zu dem momenten: ontologische argument und
relationale argument, gegenwärtig hat. Die wahrheit der relation:
individuum_als_ich<==|==>ontologische_argument, ist verortet im
relationalen argument als dem ausgeschlossenen dritten moment, das die
funktion des horizonts hat. Nicht anders zu beurteilen ist die wahrheit
der relation: individuum_als_ich<==|==>relationale_argument(01).
---------
(01)
in der struktur gleich sind die situationen, in denen das
individuum als ich in der perspektive des relationalen
arguments(=graphik:_014c) oder des ontologischen
arguments(=graphik:_14b) die frage nach der wahrheit beantworten muss.
(a)<==//
(b)
das ist der kern der ontologie Martin Heidegger's, entfaltet im
seinem essay: Vom Wesen der Wahrheit,(01). Der klärende satz steht im
9.kapitel, bezeichnet als "Anmerkung". Ich zitiere: "Wahrheit bedeutet
lichtendes Bergen als Grundzug des Seyns"(p.96).
------
(01) in: Wegmarken. Frankfurt am Main: 1967. p.73-97.
(b)<==//
(c)
die unterscheidung: verneinung/negation, ist strikt zu
beachten(01). Der unterstrich muss gelesen werden(lies: nicht wahr mit
unterstrich).
----------
(01) //==>
INDEX/register, stichworte: "negation,
verneinung und differen:_negation/verneinung".
(c)<==//
(d) //==>
INDEX/register, stichwort: logik".
(d)<==//
(e)
es ist ein phänomen des laxen sprachgebrauchs, wenn der terminus:
falsch(=ontische verneinung), mit dem terminus: nicht_richtig(=logische
negation), gleichgesetzt und/oder identifiziert wird. Die
undterscheidung der logiker: wahr/falsch, ist im relationalen argument
als terminus falsch. Es ist aber eine konvention, die im diskurs der
logiker mit dem sinn der unterscheidung: richtig/nicht_richtig,
eindeutig definiert ist. Die unterscheidung: wahr/falsch, ist ein fall
der ontik, die viele varianten des wahren und falschen miteinander
koexistieren lässt oder nicht.
(e)<==//
(f)
im relationalen argument ist der falsche grund ein gültiger grund,
wenn er das fundament einer argumentkette ist, pars pro toto die
lüge(01). Erst in einem zweiten schritt kann geklärt werden, ob der für
den angegebenen grund geltend gemachte andere grund auch geeignet ist,
das fundament für eine argumentkette zu sein. Das problem der
begründung kann plausibel mit den weltbildern des Ptolomäus und des
Kopernikus demonstriert werden. Solange geglaubt wurde, dass die erde
das zentrum des weltalls sei und die erde eine scheibe ist, galten die
theoreme des ptolomäischen systems als zureichende gründe, mit denen
die menschen damals entschieden haben, dass die erde das zentrum des
weltalls sein muss und die erde eine scheibe ist. Nicht anders
Kopernikus, der die beobachtbaren daten des planeten: erde, mit den
daten der anderen himmelskörper in eine relation setzte und einen
anderen grund für den planeten: erde, als gründenden grund seiner
theorie des kosmos setzte. Heute ist es konsens, dass die argumente des
Kopernikus tragfähiger sind als die argumente der anhänger des
Ptolomäus. Die astrophysiker von heute können mit den argumenten des
Kopernikus glaubhafter argumentieren als es mit den argumenten des
Ptolomäus der fall sein kann. Die differenz von heute und damals ist
einfach das faktum, dass andere gründe gesetzt sind, die die phänomene
von heute besser erklären, aber, diese gründe sind kein beweis, dass es
so auch sein muss, wie die theorien es als tatsache ausweisen(02).
--------
(01) //==>
INDEX/register, stichwort: lüge.
(02)
illustrierbar ist das problem mit dem streit um die urknalltheorie
des kosmos. Ihr grund ist ein glaube, dass es so sein muss, wie es
geglaubt wird - eine klassische tautologie.
(f)<==//
(g)
es ist immer entscheidbar, was eine lüge ist und was ein fake news sein
muss, weil jedem fake news und jeder lüge ein grund zugrunde liegt, mit
dem die frage: richtig/falsch?, entschieden ist.
(g)<==//
(h)
2.21.006
der dialektikbegriff Hegel's ist defizitär
(a). Ich unterscheide zwei
modelle der Hegel'schen dialektik, die Hegel einerseits in der
Phänomenologie des Geistes und andererseits in der Logik der
Wissenschaften formuliert hat. Die termini in den beiden modellen sind:
1. modell(Phän.d.G): position - negation - vermittlung,
2. modell(Logik): sein - nichts - werden.
Die begriffe: vermittlung und werden, sind das problem der Hegel'schen
dialektik. Das problem ist nicht die gegenüberstellung von position und
negation einerseits und andererseits von sein und nichts. Diese
contrapositionen folgen dem bi-polaren denken
(b), das der cantus firmus
der traditionalen dialektikbegriffe ist. In raum und zeit können die
begriffe: vermittlung und werden, nur in einer
position(=affirmation)
(c) gedacht werden und die begriffe: vermittlung
und werden, setzen als position(=affirmation) den prozess der dialektik
von neuem in bewegung: "position/sein - negation/nichts -
vermittlung/werden". Hegel denkt diesen prozess linear, der in
kreisender form seinen abschluss im absoluten wissen
(d) finden soll
(e).
Entweder ist dieses wissen, raum und zeit unterworfen, eine
position(=affirmation), oder dieses wissen ist verschwunden im tod, der
jede prädikation ausschliesst. Dieser widerspruch, der in raum und zeit
eine aporie des individuums als ich markiert, ist mit Hegel's
dialektikbegriff nicht begreifbar, weil Hegel, um sein argument
schlüssig zu machen, auf zwei argumentebenen argumentieren muss,
einerseits auf der argumentebene der logik, andererseits auf der
argumentebene der ontik. Das, was Hegel in seinem argument verfügbar
hat, das kann er allein auf der argumentebene der ontik erörtern, auf
der jeder widerspruch ein gegensatz ist, der, raum und zeit
unterworfen, den prozess der dialektik entweder im unendlichen
verschwinden lässt oder in einer setzung schliesst, die das individuum
als ich autonom setzt. Diese aporie, gelebt vom individuum als ich, ist
erklärend weder kausal entscheidbar, noch ist diese aporie mit der
dialektik Hegel's auflösbar, als problem aber ist die struktur dieser
existenziellen aporie mit der methode: trialektische modus, einerseits
darstellbar, andererseits mit einer entscheidung nicht geschlossen,
eine entscheidung, die als wahrheit, gültig für alle, die es betrifft,
absolut bindet, jeder für sich
(f). Mit der trialektik
(g) der erkenntnis
sind die strukturellen defizite der methoden: kausalität und dialektik,
nicht beseitigt, aber ihre wechselseitige bedingung ist aufzeigbar
(h).
Wenn das individuum als ich seine relation zur dialektik setzt, dann
ist die trialektik als das ausgeschlossene dritte moment das
bestimmende moment, nicht anders, wenn das individuum als ich,
dialektisch argumentierend, seine relation zur kausalität gesetzt hat.
Das individuum als ich, in der perspektive der trialektik denkend, kann
dies nur dann leisten, wenn es seine relation zur kausalität im
horizont der dialektik setzt oder seine relation zur dialektik im
horizont der kausalität gesetzt hat. In analytischer absicht ist die
trennung der methoden: "kausalität, dialektik und trialektik",
einerseits zulässig, andererseits ist diese trennung in der
synthetisierenden reflexion des analytisch getrennten als nicht_möglich
ausgeschlossen
(i)
Die beiden dialektikmodelle Hegel's sind im
trialektischen modus, zusammengefasst in einem bild, graphisch so
darstellbar
(j):
bild: 009

.
In jeder position ist das individuum als ich einsetzbar. Damit sind
drei situationen möglich, die nicht identisch fallen können:
bild: 009a

,
bild: 009b

,
bild: 009c

.
Für die relation: negation/nichts<==|==>vermittlung/werden,
oder die relation: position/sein<==|==>vermittlung/werden,
oder die relation: position/sein<==|==>negation/nichts,
ist in der funktion, das bestimmende moment für die relation zu sein,
das individuum als ich das ausgeschlossene dritte moment. Die drei
schemata zusammengefasst in einem bild:
bild: 009d

.
In seiner welt, intramundum, kann das individuum als ich über die dinge
der welt nur intramundum reden, auch dann, wenn sein reden extramundum
intendiert ist. Hegel kann nur dann rational argumentieren, wenn er
sein argument, fixiert in der relation:
position/sein<==|==>negation/nichts, auf der argumentebene der
logik geltend macht. Die logische negation statuiert, dass ein
daseiendes nicht_ist und über das nicht_daseiende kann nichts
prädiziert werden, in raum und zeit aber, auf der argumentebene der
ontik argumentierend, ist das, was die negation/das nichts sein soll,
nur mit der ontischen verneinung fassbar
(k). Wenn das individuum als
ich die momente: vermittlung oder werden, in seiner relation setzt,
dann ist für die relation:
individuum_als_ich<==|==>vermittlung/werden, entweder das moment:
negation/nichts, das bestimmende moment – die perspektive ist das
moment: position/sein,(graphik: 009a) – oder das bestimmende moment ist
das moment: position/sein, – die perspektive ist das moment:
negation/nichts,(graphik: 009b). Immer hat das individuum als ich das
moment: vermittlung/werden, in einer position(=affirmation) präsent,
entweder in der fassung der position(=affirmation) oder in der fassung
der negation(=verneinung), die als verneinung eine
position(=affirmation) ist. In diesem sinn kann die dialektik Hegel's
in raum und zeit keinen abschluss in der form eines absoluten wissens
haben, und das, was im prozess des lebens als ein abschluss erscheint,
raum und zeit unterliegend, das erscheint als eine entscheidung des
individuums als ich, das al gusto seine relation zum moment:
vermittlung/werden, setzt
(l).
Das individuum als ich, sein genosse eingeschlossen, entscheidet
autonom, frei in raum und zeit
(m), was es im prozess der dialektik als
vermittlung oder was es als werden setzen will. Diese setzung, im
prozess als ein resultat erscheinend, ist eine position(=affirmation),
präsent in einem bestimmten ding der welt, sei's als verneinung, sei's
als affirmation. Diese position(=affirmation) setzt den prozess der
dialektik erneut in bewegung und das, was der gegenstand der gesetzten
momente: vermittlung und werden, sein soll, das entscheidet das
individuum als ich für sich selbst, sich selbst an seine entscheidung
absolut bindend, entweder im horizont des moments: position/sein, oder
im horizont des moments: negation/nichts – tertium non datur.
Die entscheidung des individuums als ich kann im dialektischen prozess
für den genossen ein objekt sein. Das objekt fasst der genosse, fixiert
in der relation: genosse<==|==>position/sein, als moment seiner
setzung, autonom sich entscheidend und sich selbst an das entschiedene
sich absolut bindend. Das objekt, die bestimmte vermittlung und das
bestimmte werden, identisch mit sich, sind für den genossen ein anderes
als für das individuum als ich. In dieser situation, eingebunden in die
soziale beziehung zwischen dem individuum als ich und seinem genossen,
ist das objekt: vermittlung/werden, in ein zwielicht gestellt, das
seinen grund nicht im objekt hat, sondern verortet ist im genossen und
dem individuum als ich, jeder für sich
(n).
graphik: 015

.
In raum und zeit ist damit ein gegensatz gesetzt, der entweder als
widerstreit ungelöst fortdauert oder als gegensatz in einer neuen
setzung aufgelöst wird, die einerseits eine auflösung des widerstreits
ist, andererseits aber als position wieder mit dem moment:
negation/nichts, konfrontiert ist, eine konfrontation, die den prozess
der dialektik in einer neuen vermittlung, die das werden ist,
schliesst, wieder fixiert in einer position(=afffirmation). Dieser
prozess ist in raum und zeit nicht abschliessbar, und das, was jenseits
der grenze sein soll, das ist dem individuum als ich, sein genosse
eingeschlossen, nicht zugänglich.
------
(a)
die historia des begriffs: dialektik, ist kein gegenstand des
essays, folglich kann sie dahingestellt bleiben. Andernorts habe Ich
meine kritik der Hegel'schen dialektik entfaltet(01), die Ich hier
wiederhole, reduziert auf den logischen kern.
----------
(01) //==>
INDEX/register, stichworte: "dialektik/Hegel".
(a)<==//
(b)
Richter,Ulrich: Schwarz - weiss. Das
bi-polare denken und die methode des trialektischen modus. signatur:
(061) fdm/26.061.
(b)<==//
(c)
der terminus: position(=affirmation),(01) ist in der abgrenzung zum
allgemein gebräuchlichen terminus: position, ein fester terminus. Der
terminus umfasst auch die verneinung. Jede ontische verneinung ist, in
abgrenung zur logischen negation, für sich zugleich eine
affirmation(02).
--------
(01) lies: position gleich affirmation in der klammer.
(02)
zur differenz: ontische verneinung/logische negation, andernorts en detail(*1).
-------
(*1) //==>
INDEX/register, stichwort: differenz:_negation/verneinung .
(c)<==//
(d)
das schlusskapitel der Phänomenologie des Geistes.: Das absolute
Wissen(VIII/(DD)). Hegel sagt: "Diese letzte Gestalt des Geistes (...)
ist das absolute Wissen",(01).
---------
(01) in: Werke in zwanzig Bänden. Frankfurt am Main: 1970, Bd.3,p.582.
(d)<==//
(e)
der weg zum ziel, das absolute wissen, den Hegel in seiner
dialektik geht, ist ein verschlungener pfad mit vielen wendungen(01).
Die konstante auf dem weg Hegel's ist die idee eines unablässigen
fortschritts, der in seiner logik zu einem ziel führt, das den weg
absolut abschliesst(02). Hegel sagt: "Die Weltgeschichte ist der
Fortschritt im Bewusstsein der Freiheit – ein Fortschritt, den wir in
seiner Notwendigkeit zu erkennen haben",(03). Dieser fortschritt zur
vollendung ist das momentum des geschichtsdenkens Hegel's, gefasst in
der formel: einer - wenige - alle (sind frei),(04). Prima vista ist
Hegel's idee des fortschritts euphorisierend, secunda vista aber,
geurteilt in der realität des hier und jetzt, erweist sich Hegel's
projektion in die zukunft als ein irrweg, weil der weg der geschichte
in seiner absoluten vollendung die katastrophe sein muss, die in raum
und zeit nicht die freiheit bringt, sondern die totale versklavung des
individuums. Der tod des individuums als ich ist das ende des
geschichtlichen wegs(05).
----------
(01)
daraus haben die vulgärdialektiker nach Marx eine kreisende
spiralbewegung gemacht, die in seiner konstruktion dem geraden linearen
weg gleich zu setzen ist.
(02)
zur dialektik des wegs andernorts en detail(*1)
-------
(*1)
Richter,Ulrich: "Das Durchhauen eines
Kohlhaupts ... "(Hegel). Der absolute geist und die dialektik des wegs.
B-fassung (2018).
032:dialektik_weg.
//==>
INDEX/register, stichwort: dialektik_des_weges.
(03)
Hegel,Georg Wilhelm Friedrich: Vorlesungen über die Philosophie
der Geschichte. in: Werke in zwanzig Bänden. a.a.O. Bd.12, p.31.
(04)
Hegel sagt: "der Endzweck der Welt (...) ist das, worauf in der
Weltgeschichte hingearbeitet worden, dem alle Opfer auf dem weiten
Altar der Erde und in dem Verlauf der langen Zeit gebracht worden.
(...) Dieser Endzweck ist das, was Gott mit der Welt will, Gott aber
ist das Vollkommenste und kann darum nichts als sich selbst, seinen
eigenen Willen wollen"(*1).
-----------
(*1) a.a.O. Bd.12, p.32-33.
(05)
die dialektik des wegs kommt im tod des individuums als ich zum
stillstand(*1). Mit dem physischen tod des individuums als ich ist
seine welt erloschen, und was über seine welt noch gesagt werden kann,
das ist das sprechen seiner nachlebenden.
--------
(*1)
über die dialektik im stillstand kann nichts mehr prädiziert werden(+1).
-------
(+1)
zur formel: stillstand der dialektik, andernorts mehr im detail(§1).
--------
(§1) //==>
INDEX/register, stichwort: stillstand_der_dialektik.
(e)<==//
(f)
Richter,Ulrich: Die metaphysik der methoden. Kausalität - dialektik
- trialektik, reflektiert im horizont der differenz: das ontologische
argument oder das relationale argument.(2024/2025). signatur:
044:methoden.
(f)<==//
(g)
der terminus: trialektik, ist ein neologismus. Zur historia andernorts en detail(01)
-------
(01)
(h) //==>
anm.: (f).
(h)<==//
(i)
//==>
anm.: (f); Ich zitiere die einschlägigen graphiken und das
bild aus:
044:methoden, graphiken: 003-003c und das bild:
001(angepasst), hier in der laufenden nummerierung:
graphik: 016

,
graphik: 016a

,
graphik: 016b

,
graphik: 016c

,
bild: 010
(i)<==// .
(j)
die zusätze: das gerundete rechteck in dickem strich und das
zeichen: welt||NATUR, markieren, dass die problematik der
dialektikmodelle Hegel's vom individuum als ich, sein genosse
eingeschlossen, nur in der welt, intramundum, erörtert werden können,
jenseits der grenze aber, extramundum, ist nichts prädizierbar oder
alles ist, al gusto, intramundum formuliert.
(j)<==//
(k)
die differenz: ontische verneinung/logische negation, ist strikt zu beachten(01).
-------
(01) //==>
INDEX/register, stichworte:
ontische_verneinung, logische_negation,
differenz:_negation/verneinung.
(k)<==//
(l)
es waren und sind die epigonen von Karl Marx, die mit dem verweis
auf Hegel ihre geschichtsdeutung in reale politik umgesetzt haben(01).
------
(01)
Richter,Ulrich: Lenin liest Hegel -
Hegel, gelesen von Lenin. Die trialektik von geist und
materie.(2024/2025).
046:Hegel_Lenin.
(l)<==//
(m)
die differenz: autonomie/freiheit, ist strikt zu beachten. Das
individuum als ich ist autonom, auch dann, wenn es nicht frei ist im
sinn der bürgerlichen freiheiten.
(m)<==//
(n)
das, was prima vista als simpel erscheint, das ist in der realität
komplex ausgestaltet. Diese komplexität wird hier nicht diskutiert(01).
---------
(01)
-----------------------
nota: arg.: 2.21.006, vorab publiziert als argument des monats, april 2026, signatur: adm (47)04/26 .
2.21.007
die zeichentheorie Umberto Eco's(a) spielt im relationalen argument
keine rolle. Mich hatte an dieser theorie nur das modell: semiotische
dreieck,(b) interessiert, reduziert auf das schema: "begriff,
phänomen(=gegenstand) und zeichen(=terminus)".
-------
(a) Eco,Umberto: Zeichen. Einführung in
einen Begriff und seine Geschichte. Frankfurt am Main: 1977.
(b)
dazu andernorts mehr in: Richter,Ulrich: Der begriff:
das_politische, im trialektischen modus. 014:das_politische. argument:
2.22.40, anm.:_(a).(01).
-----
(01)
INDEX/register //==> stichwort: semiotische_dreieck.
(text(19))<==//
2.21.008
der terminus: fall, weist ein breites bedeutungsfeld aus
(a). Mit diesem
terminus werden eine vielzahl von gegenständen bezeichnet, die, wie man
salopp sagt, nicht unter einen hut zu bringen sind. Für das relationale
argument sind aus dem spektrum der bedeutungen die weltdinge von
interesse, die mit den termini: vorkommen und ereignis, fixiert werden.
Das schema des trialektischen modus ist immer dann ein fall
(b), wenn
mit einer graphik eine bestimmte situation
(c) in raum und zeit markiert
ist. Das entscheidende kriterium des begriffs: fall, ist der moment der
gelebten gegenwart. Alles, was sich im moment der gelebten gegenwart
ereignet, das ist, eine situation seiend, ein fall, der, abgesunken in
die vergangenheit, ein dokument der historia seiend, als dokument der
historia in einem anderen moment der geleben gegenwart der gegenstand
der erinnerung eines individuums als ich sein kann. Jeder fall ist für
sich als das_andere zu jedem anderen fall als das_andere ein anderer
fall; es sind fälle, die, auch wenn sie in allen merkmalen gleich sind,
in raum und zeit nicht identisch fallen können. Gebunden in einer
situation ist in raum und zeit kein fall für sich wiederholbar
(d). Der
fall, die nicht_wiederholbare situation, sedimentiert in einem dokument
der historia, ist im moment der erinnerung, wenn der fall in einem
anderen moment wieder erinnert wird, ein objekt, das das individuum als
ich in einer relation fasst, dessen bestimmendes kriterium, pars pro
toto, die differencia specifica
(e), das individuum als ich in einer
anderen relation als moment gesetzt hat, das als das ausgeschlossene
dritte moment festlegt, was für das individuum als ich in seiner
erinnerung das objekt ist, nämlich der bestimmte fall in der fassung
eines dokuments der historia
(f). Das problem ist die relation:
objekt(=fall)<==|==>differencia_specifica, dessen bestimmendes
moment das individuum als ich ist, ausgeschlossen als das dritte
moment
(g). Diese struktur des erkennens
(h) schliesst aus, dass der
fall: a, pars pro toto, das factum der vergangenheit(=dokument der
historia), der fall: b, sein kann, pars pro toto, die erinnerung des
factums der vergangenheit im moment der gelebten gegenwart, auch dann,
wenn alle merkmale des objekts in raum und zeit als gleich affirmiert
sind. Die dinge der welt, die, jedes für sich, ein fall sind, werden in
dem, was diese fälle in ihrem so-sein sind, vom individuum als ich in
seinem forum internum autonom festgelegt(=definiert)
(i) und als seine
festlegung, das individuum als ich absolut bindend, auf dem forum
publicum als ein fall gehändelt, ein fall, der in raum und zeit, dem
individuum als ich und seinem genossen different
erscheint.
-------
(a)
Wahrig,Gerhard: Deutsches Wörterbuch. Gütersloh. 1986. p.453. Der
bogen ist gespannt von "Fallen, Sturz; Sinken(Wasserstand); Niedergang,
Untergang; Vorkommnis, Ereignis(Krankheitsfall);
Angelegenheit(Rechtsfall); Umstand; Form"(=Kasus(grammatik)). Es folgen
zahlreiche sprachbeispiele, pars pro toto: "sein: das ist (nicht) der
Fall".
(a)<==//
(b)
vermittelt durch den terminus: fall, ist ein bezug zu
Wittgenstein's gebrauch des terminus: fall, im Tractatus logico-
philosophicus gegeben(01). Kategorisch sagt Wittgenstein: "1. Die Welt
ist alles, was der Fall ist", und schränkt die all-aussage ein, wenn er
fortfahrend sagt: "2.12 Denn, die Gesamtheit der Tatsachen bestimmt,
was der Fall ist und auch, was nicht der Fall ist". Das problem des
Wittgenstein'schen begriffs: fall, ist, dass er notwendig auf zwei
argumentebenen argumentieren muss, die strikt getrennt gehalten werden
müssen, argumentebenen, die aber im individuum als ich vermittelt sind,
einerseits die argumentebene der logik, andererseits die argumentebene
der ontik. Wittgenstein erörtert die Sätze: 1 - 2 und 6.13 - 7, auf der
argumentebene der ontik, die sätze: 3 - 6.1271, auf der argumentebene
der logik. Die frage ist, wie Wittgenstein und seine interpreten die
erfahrungsbereiche: logik und ontik, miteinander verknüpfen. Ihre
argumente sind stringent, wenn sie entweder im bereich der logik oder
im bereich der ontik analysiert werden, problematisch aber sind diese
erörterungen, wenn das analytisch getrennte in der synthetisierenden
reflexion miteinander verknüpft wird, linear oder über kreuz; denn
streitig wird immer sein, was das bestimmte objekt als tatsache ist,
die entweder ein fall sein kann oder auch nicht.
-------
(01)
Wittgenstein,Ludwig: Logisch-philosophische Abhandlung. Tractatus
logico-philosophicus. Herausgegeben von Brian McGuinness und Joachim
Schulte. Frankfurt am Main 1989. Suhrkamp (=stw 1359).
(b)<==//
(c) Wahrig, a.a.O.
p.1184. stichwort: situation, "(augenblickliche) Lage, Zustand".
(c)<==//
(d)
der moment der gelebten gegenwart ist in raum und zeit nicht
wiederholbar(01) und das, was jenseits der grenze von raum und zeit,
extramundum, sein soll, das ist im relationalen argument mit dem
zeichen: NATUR, bezeichnet, das, intramundum, al gusto alles und nichts
sein kann.
-------
(01)
zum problem der wiederholung im relationalen argument andernorts mehr(*1).
-----------------
(*1) //==>
INDEX/register, stichwort: wiederholung.
(d)<==//
(e)
jedes ding der welt ist in dieser
relation als moment einsetzbar. Oft entstammen diese weltdinge dem
kreis der ideologien.
(e)<==//
(f)
der zeitpunkt der erinnerung eines factums der vergangenheit, also
ein neuer, ein anderer moment der gelebten gegenwart, ist entscheidend,
wie das erinnerte dokument der historia interpretiert wird. Die
erfahrung der historiker ist geläufig, dass das bestimmte dokument der
historia, pars pro toto, ein bestimmter friedensvertrag, im lauf der
geschichte unterschiedlich interpretiert wird, gleichwohl das bestimmte
dokument des friedensvertrags im lauf der zeit unverändert geblieben
ist.
(f)<==//
(g)
Die momente:
1.moment: das individumm als ich,
2.moment: objekt(=fall) oder: dokument der historia,
3.moment: differentia specifica oder jedes andere ding der welt.
Die relationen:
1.rel.: individuum_als_ich<==|==>objekt(=fall),
2.rel.: individuum_als_ich<==|==>differentia_specifica,
3.rel.: objekt(=fall)<==|==>differencia_specifica.
graphik: 018

.
(g)<==//
(h)
davon abzugrenzen sind die strukturen des wahrnehmens der weltdinge in raum und zeit.
(h)<==//
(i)
jedes individum als ich denkt den begriff: fall, für sich, insofern
sind exakt soviele begriffe möglich, wie es individuen gibt, die sich
als ich autonom selbst als das ich bestimmt haben.
(i)<==// (text(20))<==//
2.21.009
in seiner existenz ist das individuum als ich auf seinen genossen
verwiesen, nicht anders der genosse. In ihrer sozialen beziehung sind
der genosse und das individuum als ich wechselseitig aufeinander
bezogen. Ohne den je anderen kann weder der genosse als das ich
(a)
existieren, noch das individuum als ich. Ihre soziale beziehung ist
wechselseitig, gefasst in der relation: A<==>B. Das bestimmende
moment der relation: A<==>B, ist das prinzip: anerkennung des
anderen als der_andere
(b). Das individuum als ich muss, um das sein zu
können, was das individuum als ich in seiner autonomen entscheidung
sein will, nämlich das ich, den genossen als der_andere, das ich
seiend, anerkennen
(c), der in gleicher weise das ich ist, das der
genosse in seiner autonomen entscheidung sein will, so, wie das
individuum als ich sich selbst, das ich seiend, als das ich erkennt
(d);
nicht anders der genosse. Das wechselseitige anerkennen als das ich ist
ein bewusster akt der selbstreflexion, der, in ihrem sich selbst
erkennen als der_andere, vom individuum als ich und seinem genossen als
akt ad personam geleistet wird, jeder für sich
(e). Der akt des
anerkennens des anderen als der_andere ist in raum und zeit die
bedingung, dass in der relation: A<==>B, sowohl der genosse als
auch das individuum als ich sich als gleiche
(f) in der differenz
begegnen. Das postulat der gleichheit ist mit der vorstellung eines
möglichen vorrangs
(g) des einen gegenüber dem je anderen nicht
kompatibel, weil als bedingung die intendierte vorstellung eines
vorrangs gegenüber dem je anderen, der der_andere ist, nicht mit der
autonomie des ich
(h) vereinbar ist, der autonomie nämlich, die die
bedingung ist, dass das individuum als ich, sein genosse
eingeschlossen, sich selbst als das ich erkennen können. Das
individuum, das sich selbst als das ich, das es sein will, erkannt hat,
bedarf in seiner welt keines gottes als prinzip der ordnung, weil jedes
bildnis eines gottes die vorstellung ist
(i), die das individuum als ich
in seinem forum internum imaginiert und denkt und als gedanke auf dem
forum publicum geltend macht, mit dem genossen oder gegen ihn.
In seiner anerkennung des anderen als der_andere genügt das individuum als ich sich selbst.
-------
(a) //==>
INDEX/register, stichworte: ich/das und das_ich.
(a)<==//
(b)
(c) a.a.O. //==>argument: 2.41.002 (glossar: anerkennen).
(c)<==//
(d) a.a.O. //==>argument: 2.41.043 (glossar: erkenntnis).
(d)<==//
(e)
stellvertretung ist nicht_möglich. Dazu andernorts en detail(01).
------
(01) a.a.O. //==>argument: 2.41.114. (glossar: stellvertretung).
(e)<==//
(f)
die idee: gleichheit, ist das prinzip der ordnung, in die jedes
ding der welt eingebettet ist. Der kontext ist die tautologie: a ist a,
nach der das ding der welt: a, nicht anders sein soll als das ding der
welt: b, dinge der welt, die nicht identisch fallen können. Unmittelbar
einsehbar ist die nummerische gleichheit(01). Die zahl: 2, die dem ding
der welt: a, zugeordnet ist, ist gleich der zahl: 2, die dem ding der
welt: b, zugeordnet wird. Numerisch ist die gleichheit dann der fall,
wenn die abweichung: +2, und die abweichung: -2, gleich: 0, ist. Der
nullpunkt: 0, steht für die absolute gleichheit der weltdinge. Das bild
der waage ist das symbol. Der punkt: 0, auf einer skala mit den
absoluten eckpunkten: -1 und +1, kann in raum und zeit nur
transitorisch gequert werden, wenn die waagschalen nach der einen oder
der anderen seite ausschlagen. In raum und zeit ist der punkt: 0, das
signum des stillstands der bewegung, gleichgesetzt mit dem tod.
Insofern ist absolute gleichheit des genossen und des individuums als
ich nicht möglich.
--------
(01)
davon abzugrenzen ist die qualitative gleichheit, mit der das
individuum als ich und sein genosse in der realität ihrer welten
konfrontiert sind, pars pro toto, das spektrum des lichts zwischen
weiss und schwarz mit der skala des regenbogens. Eine mitte in der
farbskala ist denkbar, aber abschliessend kann diese mitte nicht
realisiert werden. Das streitobjekt in der gesellschaft ist die
qualitative gleichheit. Zwar zeigen die menschen ein wissen, das im
gefühl gegründet ist, was gleich sein soll und was ungleich ist, aber
die meinungen gehen auseinander, wenn im realen moment der gelebten
gegenwart entschieden werden muss, was gleich ist und was ungleich sein
soll. In einer fiktiven marge der abweichung vom idealen nullpunkt: 0,
kann konsens hergestellt werden über das, was dem ideal der gleichheit
angemessen ist, aber dieser konsens kann schon im folgenden moment der
gelebten gegenwart wieder infrage gestellt sein.
(f)<==//
(g)
in der sozialen beziehung zwischen dem individuum als ich und
seinem genossen ist logisch ein vorrang(01) ausgeschlossen, ein
vorrang, der aber ontisch die realität ist. Das argument sollte strikt
von den vorstellungen abgegrenzt werden, die mit den phänomenen der
macht und der herrschaft verknüpft werden(02). Macht ist ohne die
vorstellung eines vorrangs vor dem anderen nicht möglich. Der vorrang
des mächtigen über den ohnmächtigen ist ein faktum, das different zu
beurteilen ist, wenn die phänomene der herrschaft in den blick genommen
werden. Herrschaft des einen über den anderen bedeutet immer einen
vorrang des herrschenden vor dem beherrschten, aber mit einer
differenz. Jede herrschaft setzt voraus, dass die herrschaft vom
beherrschten frei akzeptiert ist. Insofern ist jede form von herrschaft
eine auf raum und zeit begrenzte form des vorrangs des einen vor dem je
anderen. Es sind die interessen des individuums als ich und seines
genossen, mit den sie festlegen, wem in der sozialen beziehung ein
vorrang zukommen soll, eine festlegung, die in jedem moment der
gelebten gegenwart widerrufen werden kann(03).
-------
(01)
zum begriff: vorrang, im relationalen argument andernorts mehr(*1).
-------
(*1)
Richter,Ulrich: Der trialektische modus.
042:trial.modus.
//==>argumente: 2.41.129 - 2.41.131. (glossar: vorrang(I - III). //==>
INDEX/register, stichwort: vorrang.
(02)
dazu mehr in meinem text: Der begriff: das_politische, im trialektischen modus.
014:das_politische. Der abschnitt: 2.5.
(03)
d'accord, in der realität sind die gesellschaftlichen verhältnisse
nahezu versteinert und ein wechsel in der herrschaft ohne gewalt ist
die ausnahme.
(g)<==//
(h)
(i)
2.21.010
der terminus: weltformel, ist im relationalen argument gebräuchlich
(a).
Wenn das individuum als ich mit einer situation konfrontiert ist, in
der das trialektische schema drei momente ausweist, die nicht das
individuum als ich sind, dann kann das individuum als ich die
perspektive eines der drei momente einnehmen, die beiden anderen
momente in einer relation fassend. Es sind drei situationen möglich,
die, als graphik übereinander gelegt, ein bild ergeben, in dem das
individuum als ich das zentrum ist. Diese struktur bezeichne Ich als
weltformel
(b), weil das individuum als ich jede denkbare situation auf
diese struktur des denkens reduzieren kann.
Die struktur dieses gedanken ist graphisch so darstellbar
(c):
Der ausgangspunkt ist das grundschema des trialektischen modus mit den momenten: "a, b und c".
graphik: 019

.
In den momenten: "a, b und c", ist jedes ding der welt einsetzbar.
Das individuum als ich kann jede der drei möglichen positionen als
seine perspektive auf die welt wählen. Drei situationen sind möglich:
graphik: 19a (perspektive des moments: a,)

,
graphik: 19b (perspektive des moments: b,)

,
graphik: 19c (perspektive des moments: c,)

.
Die graphiken: 19a-c, übereinandergelegt ergeben das
bild: 011
Das bild: 011, erweitert mit dem gerundeten rechteck in dickem strich,
das symbol für die welt, und erweitert mit dem zeichen: welt||NATUR,
das die absoluten grenze zwischen NATUR und welt markiert.
bild: 011a

.
Das, was prima vista als simpel erscheint, das kann secunda vista eine
komplexe situation darstellen, die als bild in den vielfältig möglichen
relationen graphisch nicht mehr darstellbar ist. Wie komplex eine
situation auch ausgestaltet sein mag, der prozess der analyse in seiner
grundstruktur ist davon nicht berührt.
Die welt als das ganze kann mit der weltformel des
relationalen arguments ohne metaphysischen rest nicht erklärt werden.
------
(a)
aber, der begriff: weltformel, sollte nicht mit den theorien der
physik verwechselt werden, theorien, mit denen versucht wird, in einer
(mathematischen) formel die welt in ihrer essenz zu fassen. Eine solche
formel wird es nicht geben, weil die grenze zwischen logik und ontik
nicht aufhebbar ist. Das, was in der logik als formel stimmig ist, das
ist in der ontik nicht verifizierbar, und das, was in der ontik
plausibel ist, das kann nicht auf eine mathematische formel, die
absolut wirksam ist, reduziert werden.
(a)<==//
(b)
zum begriff: weltformel, siehe:
- Richter,Ulrich: Der trialektische modus. Metaphysik und methode. 042:trial.modus. argument: 2.41.135 (glossar: weltformel).
- a.a.O. argument: 2.31.050. (graphik: 050. Die weltformel(grundformel)
- //==> INDEX/register, stichwort: weltformel.
- beispiele im relationalen argument partes pro toto die bilder in den argumenten:
(c)
a.a.O. Ich zitiere die graphiken und das bild aus argument:
2.31.050. (graphik: 050. Die weltformel(grundformel)). Hier in
abweichender nummerierung.
(c)<==// (text(24))<==//
2.21.011
Ich verweise hier nur auf das problem der gewalt, das Ich immer wieder
andernorts thematisiert habe(a). Jeder, der mit gewalt dem genossen
sein ästhetisches urteil aufzwingen will und aufzwingt, entmächtigt
sich selbst als das ich, das es als individuum sein will; denn das
individuum ist nur noch das_andere, aber nicht mehr der_andere(b). Jede
form von gewalt gegen den je anderen zerstört die wechselseitige
relation: A<==>B, und transformiert die wechselseitige relation
in eine abhängige relation: A<==|==>b.
graphik: 012

.
-------
(a)
der begriff: gewalt, ist der cantus firmus meiner kritischen sicht
auf die welt, pars pro toto, mein argument des monats: Die gewalt und
der begriff des politischen. Signatur:
(01)07/01 - juli/2001.
//==>
INDEX/register, stichwort: gewalt und die folgenden einträge.
(b)
die differenz: das_andere/der_andere, ist strikt zu beachten(01).
------
(01) //==>
INDEX/register, stichwort: differenz:_das_andere/der_andere.
(text(29))<==//
finis
---------------------------------
fortsetzung: INDEX/argumenttitel
<==// anfang
eingestellt: 26.06.01
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